Kinder fordern von Eltern mehr Toleranz

Die Nationale Kinderkonferenz ist in Zug mit klaren Voten zu Ende gegangen: Die Politiker wollen sich um diese kümmern. Und halten ein Kinderparlament auch in Zug für möglich.

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Katharina Elsener, Maria Makeenkova, Tim Meienhofen und Elija Nauer (von links) gestalten Plakate für die Präsentation in der Nationalen Kinderkonferenz in Zug. (Bild: Werner Schelbert /)

Katharina Elsener, Maria Makeenkova, Tim Meienhofen und Elija Nauer (von links) gestalten Plakate für die Präsentation in der Nationalen Kinderkonferenz in Zug. (Bild: Werner Schelbert /)

«Nicht allzu doof» darf er sein, so ein Freund – wenn es nach den Eltern geht. Aber auch kein Ausländer und schon gar nicht «schlecht in der Schule». Die Kinder allerdings haben da ganz andere Vorstellungen, und zwar konkrete: Das Treppenhaus zum Kantonsratssaal in Zug ist beklebt und beschrieben mit den Ergebnissen der nationalen Kinderkonferenz zum Thema «Deine Freundschaften»

Kinder wollen selber entscheiden, wer ihre Freunde sind. So lautet eine der zentralen Forderungen der Nationalen Kinderkonferenz, die am Samstag in Zug zu Ende gegangen ist. Die gut 50 Kinder aus der ganzen Deutschschweiz, die an der Konferenz teilgenommen haben, stellten im Kantonsratssaal ihre Forderungen vor – auf ihre ganz eigene Weise: Sie spielen den versammelten Politikern ein Theater vor.

Bald ein Kinderparlament?

Ob die Politiker-Riege das ernst nimmt? «Ich glaube, ihr habt den Zugern eine riesige Chance gegeben, sich mit Kinderrechten zu befassen», sagt Regierungsrätin Manuela Weichelt, «vielleicht wird es dank euch auch in Zug einmal ein Kinderparlament geben.»

Dafür seien die Kinder jetzt ja Profis, ergänzt Projektleiterin Petra Greykowski. «Wir müssen den Kindern ein Sprachrohr geben», sagt Nationalrat Andy Tschümperlin, der das Kinderparlament in Schwyz gegründet hat, und Nils Münger, der die Kinderlobby als Kind im Bundeshaus vertritt, sagt: «Ich werde versuchen, eure Forderungen im Bundeshaus einzubringen.»

red.

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