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KINDER: Nannys sind in Zug gefragt

Neben Kinderkrippen ist eine andere Form der Betreuung im Kanton beliebt – aufgrund der Bevölkerungsstruktur.

Die Sommerferien rücken näher, und damit kommt für viele Familien auch eine Zeit, in der es einiges zu organisieren gilt. Wann und wie werden die Kinder über die Mittagszeit und nach der Schule betreut? Mittagstische, ausserschulische Betreuung oder Krippen sind dabei für viele eine Option. Im Kanton Zug ist aber auch eine andere Betreuungsform gefragt: Nannys. «Der Kanton Zug ist unser stärkster Markt», sagt Christina Lüscher. Sie ist Gründerin und Präsidentin des Luzerner Vereins «Lüschers Happy Nannies».

Der Verein vermittelt Nannys an Familien. «Wir haben in unserem Pool rund 300 Nannys, die wir an Familien vermitteln», sagt die Präsidentin. Die Nannys werden dabei vom Verein angestellt. Er übernimmt die gesamten administrativen Aufgaben sowie die Abrechnungen auch im Bereich der AHV und des BVG. Die Betreuerinnen stammen laut Lüscher alle aus der Schweiz. «Wir können sehr viele verschiedene Bedürfnisse abdecken und so auf jede Familie und ihre Wünsche individuell eingehen. Bei uns arbeiten junge Frauen, Ersatzgrossmütter, Frauen mit Nanny-, Fachbereichs- oder gar pädagogischer Ausbildung», erklärt Lüscher. Auch verschiedene Sprachen seien im Angebot.

Ein wachsender Markt im Kanton

Im Kanton Zug hat Lüscher derzeit die meisten Nannys bei Familien im Einsatz. Die Tendenz sei zunehmend. «Der Markt wächst ständig.» Der Kanton Zug sei auch aufgrund der vielen internationalen Firmen ein ­attraktiver Markt. «Gerade Familien, die aus dem Ausland kommen, greifen gerne auf unser Angebot zurück. Das hängt einerseits damit zusammen, dass sie damit oftmals eher vertraut sind. Andererseits haben die meisten dieser Familien keine Grosseltern oder andere Verwandte in der Nähe, die bei der Betreuung mithelfen können», erklärt Lüscher.

Der Verein arbeitet aus diesem Grund auch mit verschiedenen internationalen Firmen im Kanton sowie mit sogenannten Relocationfirmen zusammen, also Unternehmen, die Expats bei der Ansiedlung und dem Umzug helfen. Die Familien würden sich ganz bewusst für die Betreuung durch eine Nanny und gegen eine Krippe entscheiden. «Sie wollen eine familiäre, flexible Betreuung», sagt Lüscher.

Diese Art der Betreuung hat allerdings auch ihren gesetzlich vorgegebenen Preis. Eine Nanny-Stunde gibt es ab 26 Franken, einen Tag also ab 208 Franken. Für einen Tag in einer Kinderkrippe müssen Eltern mit rund 130 bis 147 Franken pro Kind für einen nicht subventionierten Platz rechnen (Quelle: Kibiz Zug), wobei es bei mehreren Kindern Rabatt gibt. «Man darf die Nannys nicht mit Krippen vergleichen. Das ist ein Vergleich von Äpfeln mit Birnen», betont Lüscher und ergänzt: «Eine Nanny ist flexibler, bietet eine Eins-zu-eins-Betreuung, sie kann auch für Eltern-Zeit am Wochenende genutzt werden, hilft im Haushalt, und die Kinder sind im gewohnten Umfeld.» (st)

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