KINDERBETREUUNG: «Auf die Menschlichkeit kommt es an»

Welche Anforderungen Kinderkrippen erfüllen müssen, ist im Kanton Zug geregelt. Und doch gibts noch solche, die nur per Sonder­bewilligung öffnen dürfen.

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Margrit Hürlimann betreut Kinder in der Spielgruppe Pinochhio. (Bild Stefan Kaiser/Neue ZZ)

Margrit Hürlimann betreut Kinder in der Spielgruppe Pinochhio. (Bild Stefan Kaiser/Neue ZZ)

Die Spielgruppe Pinocchio in Walchwil mit Randzeitenbetreuung, die faktisch eine Halbtagesstätte ist, ist begehrt. Trotzdem darf das «Pinocchio» nur per Ausnahme­bewilligung der Gemeinde betrieben werden.

Grund: Die Räumlichkeiten entsprechen nicht den Qualitätsanforderungen des kantonalen Kinder­betreuungs­gesetzes. Darin sind etwa 60 Quadratmeter Mindestgrösse vorgeschrieben. Zudem sollte das Krippenpersonal ausgebildet sein. Leiterin Margrit Hürlimann hat die einjährige Ausbildung der Spielgruppen IG Schweiz abgeschlossen – was streng genommen nicht genügt.

Die Gemeinde hat der Spielgruppe indes wiederholt eine Ausnahme­bewilligung erteilt, wie Jürg Portmann, Rektor der Schulen Walchwil, berichtet. Vor allem ist der Pädagoge überzeugt, dass es bei der Kinderbetreuung «auf die Menschlichkeit ankommt». Und die könne ein Diplom nicht so einfach garantieren.

Wolfgang Holz

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Sonntag in der Zuger Ausgabe der Zentralschweiz am Sonntag.