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Kirchenrat erschwindelt Geld

Er war honoriges Mitglied des Kirchenrates. Und gab sich schwer krank. Aus Mitleid erhielt er hohe Darlehen. Bis heute hat er keinen Rappen zurückbezahlt.

Seit Jahren simulierte ein Kirchenrat einer Zuger Gemeinde schwere Krankheiten. Wegen dieser Lügengeschichten trug er Verbände, Pflaster und Augenklappen. Um Geld für angeblich lebensnotwendige Krebsbehandlungen zu erhalten, ging er Freunde und Bekannte um Darlehen an. So erschwindelte er sich innert zweieinhalb Jahren gegen 400'000 Franken. Zudem plünderte er im Pfarreiheim eine Kasse, die der Samichlaus-Vereinigung gehörte, für die der Beschuldigte selber im Einsatz war. Der Zuger Einzelrichter verurteilte ihn wegen gewerbsmässigen Betrugs, mehrfacher versuchter Nötigung und Veruntreuung zu 19 Monaten Freiheitsstrafe unbedingt und ordnete eine ambulante Behandlung an.

Jürg J. Aregger

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