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Theater Walchwil: Klatsch und Tratsch unter Campern

Unter der Regie von Othmar Müller läuft die Theatergruppe auf dem Campingplatz zur Hochform auf – mit Vollgas bis zum überraschenden Ende. Das Publikum freut’s.
Martin Mühlebach
Kaspar Hürlimann und Vreni Hürlimann in ihrer Rolle als Ehepaar Stämpfli. (Bild: Maria Schmid, Walchwil, 29. März 2019)

Kaspar Hürlimann und Vreni Hürlimann in ihrer Rolle als Ehepaar Stämpfli. (Bild: Maria Schmid, Walchwil, 29. März 2019)

Das Ehepaar Armin (Kaspar Hürlimann) und Gisela Stämpfli (Vreni Hürlimann) sowie das Ehepaar Stefan (Guido Suter) und Sandra Gerber (Patricia Wirz) verbringen ihre Ferien seit vielen Jahren auf dem Campingplatz La Piodella im Tessin. Die beiden befreundeten Familien geniessen das süsse Nichtstun. Gisela Stämpfli löst Kreuzworträtsel, aber ihrem wachsamen Auge entgeht nichts, was auf dem Campingplatz abläuft. Sie tratscht und klatscht mit der Nachbarin Sandra Gerber mit Vorliebe über die Neuankömmlinge und deren Gehabe.

Es gibt Gesprächsstoff als Alexandra Moser (Sandra Britschgi) mit ihrem Mann Ingo (Markus Hürlimann) im Schlepptau eintrifft. Der bedauernswerte Mann muss seiner hochnäsigen und arroganten Frau, die kein Widerwort duldet, wie ein Sklave dienen und gehorchen, während sie keinen Finger krümmt. Die Zuschauer ahnen, dass die Post noch richtig abgehen wird. Nicht zuletzt, als der herrische Deutsche, Markus Wipf (Uli Hartl) mit seiner Frau Karin (Marion Bielmann) und ihrer Tochter Gina (Gioia Brandt) ihr Zelt aufschlagen. Gisela Stämpfli merkt sofort, dass die hübsche Tochter der Familie Wipf und der Platzwart Luca Salvatore Campanille (Thomas Abegg) unsterblich ineinander verliebt sind. Markus Wipf, der seine Tochter mit einem Banker oder mit einem sonst gut verdienenden Mann verheiraten möchte, wird fuchsteufelswild, als er von den heimlichen Treffen der beiden Turteltauben erfährt. Markus Wipf schwört, dass er den Platzwart umbringen wird, wenn er ihm in die Hände läuft.

Die Frauen, die vom südländischen Charme des Platzwarts angetan sind, sagen Gina ihre Unterstützung zu. Und die Männer, die eine feuchtfröhliche Fete nach der anderen feiern, versuchen den aufgebrachten Markus Wipf zu beruhigen. Sie halten einen guten Trumpf in ihren Händen, von dem der deutsche Polterer nichts weiss. Ob dieser Trumpf stechen wird, bleibt allerdings offen. Markus Wipf ist nämlich fest entschlossen, dem Platzwart den Garaus zu machen, als er erfährt, dass der «schmierige Gigolo», wie er ihn nennt, den ganzen Tag mit den Frauen und mit Gina auf dem Markt in Luino verbracht hatte.

Ein Schlussbouquet voller Überraschungen

Der Marktbesuch in Luino zieht tatsächlich gravierende Folgen nach sich. Bei der Rückkehr in die Schweiz wird der von Luca Salvatore Campanille gesteuerte Bus nämlich von den Zollbeamten angehalten und auseinandergenommen. Irgendjemand muss der Polizei einen Hinweis gegeben haben. Dieser Hinweis lässt die Komödie in drei Akten von Marcel Schlegel mit saftigen Überraschungen enden. Verraten sei bloss: Das begeisterte Publikum im voll besetzten Gemeindesaal in Walchwil ist glücklich und zufrieden. Die Schauspielerinnen und Schauspieler der Theatergruppe Walchwil haben ihnen mit grandiosen Interpretationen ihrer Rollen einen frohen, vergnüglichen und unterhaltsamen Abend geschenkt.

Weitere Vorstellungen: Mittwoch, 3. April; Samstag, 6. April; Freitag, 12. April und Samstag, 13. April, jeweils um 20 Uhr im Gemeindesaal Walchwil.

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