Kleiner Riss in der Siegesserie der Steinhauser Volleyballerinnen 

Die Steinhauserinnen unterlagen am Wochenende den Gästen aus Glarus. Ein Grund zur Beunruhigung ist dies jedoch nicht: Die Chancen, die Playoffs zu erreichen, bleiben intakt.

Claudia Lengacher
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Die Steinhauserinnen kämpfen um die Punkte: Melina Cerfeda und Mirjana Blazevic (von links). (Bild: Maria Schmid (10. November 2018))

Die Steinhauserinnen kämpfen um die Punkte: Melina Cerfeda und Mirjana Blazevic (von links). (Bild: Maria Schmid (10. November 2018))

Die zweite Rückrundenpartie wollte dem VBC Steinhausen nicht bis zum Ende gelingen. «Wir sind super motiviert ins Spiel gestartet und konnten ein hohes Niveau an Volleyball zeigen. Schade, dass wir das Spiel nicht für uns entscheiden konnten», reflektiert die Angreiferin Alaia Adler im Anschluss an die Partie. Am Samstag unterlag der VBC Steinhausen dem VBC Glaronia. Konzentriert und dynamisch wurde auf Seiten des Heimteams ins Spiel gestartet. Die Steinhauserinnen legten vor und konnten den Vorsprung lange halten.

Besonders die flinken Verteidigungen fielen auf. Gut positioniert und mit schnellen Reaktionen wurden die Angriffe der Glarner Gäste pariert und mit vielseitigen Gegenangriffen den Punkteabschluss gefunden. Nach einer Weile kam die altbekannte Nervosität der Steinhauserinnen wieder auf, sie konnte jedoch rasch wieder verdrängt werden, sodass der erste Durchgang mit 25:22 an den VBCS ging.

Auch der zweite Satz gehörte den Zugerinnen

Der zweite Satz lief mehr oder weniger identisch zum ersten ab. Wieder wurde clever verteidigt und abwechslungsreich angegriffen. Auch die Anschläge fielen auf, positiv sowie negativ. Die Zuger Spielerinnen machten viel Druck am Service, dabei passierten jedoch auch einige Fehler. Nach wiederum einer kurzen Unsicherheitsphase sicherten sie sich auch den zweiten Satz mit 25:22.

Danach sah die Welt aber plötzlich ganz anders aus. Nun machten sich besonders die schlechten Annahmen bemerkbar. Aber auch am Angriff wollte nicht mehr viel gelingen. Der VBC Glaronia legte direkt mit einigen Punkten vor. Zwar konnten sich die Steinhauserinnen wieder etwas fangen, jedoch fanden sie nicht mehr zur vorherigen Sicherheit zurück. Sie schafften es, nochmals auf Gleichstand heran zu kämpfen, mussten sich dann aber mit 23:25 geschlagen geben.

Der vierte Satz startete wiederum zu Gunsten der Gäste. Die Steinhauserinnen waren wiederum aus dem Rhythmus gebracht. Wo sich die Defense-Arbeit zuvor positiv bemerkbar machte, wirkten die Damen des VBCS hier plötzlich etwas verloren.

Das lag bestimmt auch daran, dass der Block auf Steinhauser Seite nicht mehr gleich konsequent war wie zuvor. Obwohl es in den beiden ersten Sätzen gut funktionierte, positionierten die Steinhauerinnen den Block nicht mehr gleich. All dies führte dazu, dass die Glarnerinnen immer mehr in ihr Spiel fanden und selbstbewusster wurden. Der vierte Durchgang ging dann relativ deutlich mit 19:25 an den VBC Glaronia.

Im Entscheidungssatz hatten die Gastgeberinnen weiterhin Probleme. Bis zum Seitenwechsel lagen sie deutlich zurück. Danach wurden sie nochmals vom Kampfgeist gepackt und konnten einige Punkte gut machen. Am Ende reichte es jedoch nicht mehr und mit 13:15 entschieden die Glarnerinnen das Spiel und die Revanche für sich. «Wir schauen aber bereits wieder nach vorne, auf das nächste Spiel gegen Obwalden. Wir werden weiter hart trainieren und uns nicht von dieser Niederlage runterziehen lassen», so Alaia Adler. Einen Grund zur Beunruhigung gibt es nicht wirklich. Denn auch wenn die Siegesserie nicht weitergeführt werden konnte, zeigten die Steinhauserinnen, was sie können. Das Ziel, die Playoffs zu erreichen, ist noch immer in Reichweite.

Steinhausen – Glaronia 2:3
Sunnegrund. – Sätze: 25:22, 25:22, 23:25, 19:25, 13:15. – Steinhausen: Niederberger, L. Adler, Cerfeda, Nicoli, Portmann, Radulovic, Blazevic, Lengacher, A. Adler, Brem, Baumann. – Glaronia: Duss, Zwanenburg, De Azevego Camargo, Bogosavljevic, Lenzinger, Aebli, Schnyder, Dukic, Nikolovska, Hofacher, Desam Florin.