Kleinschulhaus Riedmatt: Gemeinderat spricht sich für die Sanierung aus

Das Kleinschulhaus Riedmatt soll saniert und umgenutzt werden. Das soll 2,25 Millionen Franken kosten. Die SVP-Fraktion im Grossen Gemeinderat der Stadt Zug (GGR) wollte das alte Gebäude abreissen und neu bauen.

Harry Ziegler
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Lohnt sich die Sanierung eines in die Jahre gekommenen Zweckbaus? Der Grosse Gemeinderat der Stadt Zug (GGR) meinte Ja und stimmte mit 26 zu 7 Stimmen dafür, das Kleinschulhaus Riedmatt für 2,25 Millionen Franken zu sanieren und umzunutzen. Gebraucht werden auch im Quartier Riedmatt Räume zur Kinderbetreuung und ein Quartiertreffpunkt. Diese Anforderungen sollen nach der Sanierung und Umnutzung erfüllt sein. Das Geschäft war in den meisten Fraktionen unbestritten, wenn auch hier und da Verbesserungspotenzial ausgemacht wurde.

Gegen den Kredit stellte sich die SVP. Gemeinderat Philip C. Brunner: Der Stadtrat hätte sich hier mehr Mühe geben müssen. Es hätte auch andere Möglichkeiten gegeben als nur die Sanierung. Beispielsweise sei hier an das Verschieben und die Sanierung der Brandruine in der Schochenmühle. So erhielte man nicht nur einen Zeitzeugen aus dem 18. Jahrhundert, man schüfe auch eine Landreserve.

Substanz für eine Sanierung vorhanden

Gemäss Bauchefin Eliane Birchmeier (FDP) sei das Gebäude noch nie saniert worden. Die Substanz des Gebäudes sei dafür ausreichend. Allerdings nicht derart gut, dass ohne eine Verstärkung der Tragkonstruktion eine Aufstockung um ein Stockwerk – wie dies auch diskutiert worden war – nicht möglich ist.

«Meinungen können auseinandergehen», sagte Bauchefin Eliane Birchmeier. Es gebe gute Gründe für eine Sanierung. Unter anderem auch das Näherbaurecht, das 1974 zwar ausgehandelt worden war, allerdings nicht bei Abriss oder Brand. Deshalb würde das Gebäude bei einem Neubau kleiner als das bestehende. «Aber», versprach die Bauchefin, «die Stadt wird Verhandlungen bezüglich eines Näherbaurechts aufnehmen.»

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