Klima
Zuger Gemeinden sollen ab 2025 Nullemissionszonen einführen können

Die CVP-Kantonsratsfraktion möchte mittels Motion die Regierung beauftragen, die gesetzlichen Grundlagen für die Einführung zu schaffen.

Harry Ziegler
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Die Gemeinden im Kanton Zug könnten ab 2025 der City of London nacheifern. Die CVP-Fraktion im Kantonsrat schreibt in der Motionsbegründung: «Die City of London hat am 18. März 2020 einen Versuchsbetrieb von 18 Monaten auf der Beech Street lanciert. In dieser Zeit dürfen auf dieser Strasse nur Nullemissionsfahrzeuge zirkulieren.» Es sei geplant, in London die Nullemissionszonen ab 2022 auszudehnen und die Geschwindigkeit dort auf 15 mp/h (rund 25 km/h) zu begrenzen. 2025 sollen in holländischen Städten Nullemissionstransportzonen geschaffen werden. In diesen Zonen muss der Gütertransport emissionsfrei erfolgen.

Nur Genf kennt Zonen mit Emissionsvorschriften

Unklar ist in der Schweiz, wer überhaupt Nullemmissionszonen verfügen könnte. In der Schweiz verfügt nur Genf über Zonen mit Emissionsvorschriften für Fahrzeuge.

In der Schweiz kennt nur Genf Zonen mit Emissionsvorschriften für Fahrzeuge.

In der Schweiz kennt nur Genf Zonen mit Emissionsvorschriften für Fahrzeuge.

Bild: Valentin Flauraud (Keystone)

«Nach Ansicht der CVP sind solche Umweltzonen für die Schweiz nicht mehr sinnvoll, sondern man sollte direkt den Übergang zur emissionsfreien Mobilität fördern», heisst es im Vorstoss weiter. Mit der Schaffung emissionsfreier Zonen könnte ein Anreiz geschaffen werden, damit der Umstieg auf diese neuen Fahrzeugtypen beschleunigt würde. Den Konsumenten müsse bewusst werden, dass der nicht emissionsfreie Verkehr künftig mit Einschränkungen zu rechnen habe.

«Wir müssen uns bewusst werden, dass der nicht emissionsfreie Verkehr künftig mit Einschränkungen rechnen muss. Deshalb möchten wir eine Einführung solcher Zonen, die abgestimmt sind auf den Langsamverkehr in den einzelnen Gemeinden mit dem Ziel, den Verkehr im Kanton Zug siedlungsfähiger zu gestalten»

lässt sich CVP-Fraktionschef Thomas Meierhans in einer Medienmitteilung der Partei zum eingereichten Vorstoss zitieren. Mit einem kombinierten Vorgehen könne der Kanton Zug dem Ziel, den Verkehr siedlungsverträglicher zu gestalten, einen Schritt näherkommen, so die CVP.