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Leserbrief

Klimaerwärmung: Ein zu einfaches Schema

«Hitzesommer heizt Klimadebatte an», Ausgabe vom 5. August

Der Hitzesommer führt uns die Klimaveränderung klar vor Augen. Wir Grünen haben schon seit Jahren auf die schleichende Katastrophe hingewiesen und konkrete Massnahmen gegen die Klimaerhitzung gefordert. Leider vergebens, denn die Rechtsparteien blockieren Massnahmen wie etwa ein wirksames CO2-Gesetz. Die Politiker der Rechten wenden ein einfaches Schema an: Die Klimaerwärmung ist «fake news» (Donald Trump) oder eine Erfindung der Grünen (Weltwoche) oder dann – als letztes Argument – «wir können nichts machen». So sagt es SVP-Boss Albert Rösti in dieser Zeitung. Die anderen Staaten sollen wirksame Massnahmen ergreifen, nicht die Schweiz. Wie wenn das Klima an der Landesgrenze Halt machen würde. Globale Probleme lassen sich nur global lösen; alle müssen einen Betrag dazu leisten. Die SVP polemisiert lieber gegen «Klimaflüchtlinge» statt wirksame Massnahmen in der Klimapolitik zu unterstützen. Die Wählerinnen und Wähler können im Oktober entscheiden, welche Strategie langfristig sinnvoller ist.

Konradin Franzini, Co-Präsident Junge Alternative Kanton Zug und Kantonsratskandidat Risch


Die Schweizer Bauern ächzen wegen der Trockenheit. Richtigerweise reagiert Landwirtschaftsminister Johann Schneider-Ammann schnell und unbürokratisch. Wie vom Bauernverband gefordert, senkt er die Importzölle auf Heu und Silomais, um die gestiegenen Futtermittelpreise im Inland und umliegenden Ausland zum Teil zu kompensieren. Die Landwirtschaft macht rund 0,7 Prozent der Bruttowertschöpfung der Schweiz aus. Nicht nur deshalb ist es wichtig, dass wir ihr Sorge tragen.

Die Schweizer Exportindustrie muss sich Jahrein-Jahraus im heissen weltweiten Wettbewerb bewähren. Der diskriminierungsfreie Zugang zu den Beschaffungs- und Absatzmärkten ist entscheidend. Beispielsweise die Unternehmen der Maschinen-, Elektro- und Metall-Industrie (MEM-Industrie) exportieren fast 80 Prozent ihrer Produkte. Die MEM-Industrie erwirtschaftet 7,3 Prozent des Bruttoinlandproduktes (Faktor 10 im Vergleich zur Landwirtschaft). Auch die Pharmaindustrie behauptet sich als Exportmotor mit rund 90 Prozent Exportanteil ihrer produzierten Güter. Ihr Anteil an der gesamten Wirtschaftsleistung der Schweiz beträgt 4,8 Prozent. Weitere Exportindustrien wie Uhren, Versicherungen usw. liessen sich aufzählen.

Unverzichtbar für die Exporterfolge ist eine dem Freihandel verpflichtete Schweiz. Es wäre wünschenswert, wenn der Bauernverband und die Bauernvertreter in Bern (auch jene aus der Zentralschweiz) sich stärker bewusst wären, dass der Abbau von Zöllen und anderen Handelshemmnissen wichtig ist. Die Fundamental-Opposition des Bauernverbandes gegen Freihandelsabkommen wie jenes mit den Mercosur-Staaten ist nicht angebracht.

Peter Letter, Kantonsrat FDP, Oberägeri

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