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KNONAUERAMT: Die Zentralschweiz rückt näher an Zürich

Nach langer Vorgeschichte heisst es am 13. November 2009 endlich: freie Fahrt auf der A4 durch das Knonaueramt. Gefeiert wird bereits im April. Aber: Die Zürcher wollen nichts ans Fest zahlen.
Arbeiten bei der Autobahnauffahrt Knonau. (Bild Werner Schelbert)

Arbeiten bei der Autobahnauffahrt Knonau. (Bild Werner Schelbert)

Mit dem «WestFest» feiern die Kantone Zürich, Aargau und Zug vom 24. bis 26. April 2009 die Eröffnung der Zürcher Westumfahrung und die bevorstehende Fertigstellung der A4 im Knonaueramt. Für den Kanton Zug ist die Inbetriebnahme dieser Bauwerke ein verkehrspolitischer und volkswirtschaftlicher Meilenstein, wie es in einer Medienmitteilung heisst. Vor allem dank der A4 würden sich die Fahrzeiten Richtung Zürich und übriges Mittelland erheblich verkürzen.

«Witzig-freche Installation»
Der Kanton Zug werde dabei mit zwei besonderen Attraktionen aufwarten. Baudirektor Heinz Tännler: «Zum einen werden wir mit einem Pavillon auf dem Gelände des WestFestes in Wettswil a.A. vertreten sein. Wir präsentieren darin eine witzig-freche Installation zum Thema A4, die zum spielerischen Mittun einlädt. Die zweite Attraktion ist ein Sonderanlass, den wir ganz speziell für die Zuger Bevölkerung organisieren.»

Eine Art «SlowUp» auf der Autobahn
Unter dem Motto «A4 hautnah» lädt der Kanton Zug dazu ein, die künftige Schnellverbindung Richtung Norden in aller Ruhe kennenzulernen. Heinz Tännler: «Am Sonntag, dem 19. April 2009 bieten wir die Möglichkeit, den A4-Abschnitt zwischen dem Halbanschluss Bibersee (Cham) und dem Südportal des Islisbergtunnels zu erwandern, auf Inline-Skates abzurollen oder auf dem Velo zu erfahren. Wer es etwas bequemer wünscht, wird Gelegenheit haben, sich mit einem Sonderbus der Zugerland Verkehrsbetriebe durch die attraktive Landschaft chauffieren zu lassen.» Frei zugänglich wird die A4 zwischen 9 und 16 Uhr sein.

Um den Zugang zur Autobahn zu erleichtern, werden an signalisierten Stellen entlang der A4 provisorische Aufgänge erstellt. Wo diese Zugänge sein werden, wann und wo die Sonderbusse verkehren sowie alle übrigen Details wird später mitgeteilt.

Ausscheren «nur schwer nachvollziehbar»
Pikant ist letztlich der Umstand, dass sowohl Zug als auch Zürich einen Beitrag von je 300'000 Franken für das WestFest bezahlen werden, Zürich eine Beteiligung von 500'000 Franken an den Kosten jedoch verweigert. Dass die Stadt Zürich nicht mitmacht, sei, so ein Sprecher des kantonalen Zürcher Bauamtes, «nur schwer nachvollziehbar. Das Fest besitzt primär symbolischen Charakter. Die Bevölkerung soll Einblick in ein Jahrhundertbauwerk erhalten.» Auch der Zuger SP stösst der Zahlunwille Zürichs sauer auf.

Das Autobahnteilstück zwischen Zürich und der Zuger Kantonsgrenze wurde bereits Anfang der 70er-Jahre gebaut. Das Projekt musste dann jedoch wegen politischer Vorstösse auf Eis gelegt werden.

scd/ft

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