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Karl Kobelt ist neuer Stadtpräsident von Zug

Karl Kobelt von der FDP ersetzt den Sozialdemokraten Dolfi Müller als Stadtpräsident. Damit ist das Präsidium nach zwölf Jahren wieder in der Hand der Bürgerlichen. Das Verdikt des Stimmvolks ist deutlich.
Charly Keiser
Vroni Müller gratuliert Karl Kobelt im Beisein von Stadtpräsident Dolfi Müller zum Gewinn der Stichwahl. (Bild: Charly Keiser (Zug, 2. Dezember 2018))

Vroni Müller gratuliert Karl Kobelt im Beisein von Stadtpräsident Dolfi Müller zum Gewinn der Stichwahl. (Bild: Charly Keiser (Zug, 2. Dezember 2018))

Karl Kobelt heisst der neue Zuger Stadtpräsident. Der 59-Jährige sitzt seit 2013 im Stadtrat und amtet im Moment noch als Finanzchef. Der FDP-Politiker setzte sich bei der gestrigen Stichwahl gegen Stadtratskollegin Vroni Straub von der CSP durch. Dies mit 4424 Stimmen beziehungsweise 57,54 Prozent. Straub erzielte mit 3265 Stimmen und einem Anteil von 42,46 Prozent aller Stimmen einen Achtungserfolg.

Schon im ersten Wahlgang führte Kobelt das Feld der Stadtpräsidenten-Kandidaten an. Dies mit 2405 Stimmen vor Straub (1974), André Wicki (SVP/1634), Rupan Sivaganesan (SP/901) und Urs Raschle (CVP/853). Bis auf Kobelt und Straub verzichteten alle anderen Kandidaten auf ein neuerliches Antreten. CVP und SVP unterstützten im zweiten Wahlgang den bürgerlichen Karl Kobelt und lediglich die Alternativen stellten sich hinter die 55-jährige Vroni Straub von der CSP.

Bürgerliche Übermacht

Nach zwölf Jahren Unterbruch ist damit das Stadtpräsidium wieder in bürgerlicher Hand. Sozialdemokrat Dolfi Müller trat nicht mehr zur Wahl an und Parteikollege Rupan Sivaganesan blieb im ersten Wahlgang chancenlos. Nach der Wahl von Eliane Birchmeier (FDP) ist damit die Linke nur noch mit Vroni Straub im Stadtrat vertreten, wo sie bis Ende 2014 noch mit Müller, Straub und Andreas Bossard (CSP) die Mehrheit besass.

Stadtpräsident Dolfi Müller zeigte sich an der gestrigen Medienkonferenz im Stadtratssaal erfreut über die hohe Stimmbeteiligung von 46,28 Prozent. Er lobte Straub und Kobelt als «unheimlich gute Teamplayer», gratulierte Sieger und Verliererin für ihre vielen Stimmen «weit über den linken Wähleranteil» hinaus. «Zwei Frauen im Stadtrat ist, glaube ich, historisch.»

Sie sei ob ihrem Resultat erfreut und zufrieden, sagte Vroni Straub. «Ich bin aber doch sehr enttäuscht, dass mich die SP nicht einmal mit einer Medienmitteilung unterstützt hat und ich auch von der GLP und der CVP keinen Support bekommen habe.» Er müsse das Ganze zuerst etwas setzen lassen, sagte Kobelt nach der Bekanntgabe des klaren Resultats. Der Stadtrat werde nun sicher bürgerlicher. «Aber wir nehmen ganz sicher auch Rücksicht auf die Minderheit.»

Wicki vor Wechsel ins Finanzdepartement

Doch was bedeutet die Wahl für die Verteilung der Dikasterien, die an der morgigen konstituierenden Sitzung des Stadtrats verteilt werden? «Es ist kein Geheimnis, dass mir das Bildungsdepartement sehr gefällt und ich es auch gerne behalten würde», sagt Vroni Straub. «Ich freue mich über jedes Departement», sagt Eliane Birchmeier. Sie verstehe nämlich von Finanzen recht viel, habe bei der Rechnungsprüfungskommission das Baudepartement betreut und für sie käme als Fachstellenleiterin von Benevol Zug auch das Departement Soziales, Umwelt, Sicherheit (SUS) in Betracht. Letzterem steht Urs Raschle seit nunmehr vier Jahren vor. «Ich fühle mich im SUS sehr wohl und konnte einiges in die Wege leiten.» All dies wolle er weiterführen und erfolgreich beenden», ergänzt er: «Darum möchte ich auch die nächsten vier Jahre als Chef dem SUS vorstehen.» Der Bau sei vor acht Jahren sein Wunschdepartement gewesen, sagt André Wicki. «Da ich aber ursprünglich aus dem Finanzbereich stamme und gerne Zahlen habe, erwäge ich einen Wechsel ins Finanzdepartement.»

Wicki ist zusammen mit Straub Dienstältester. Da er älter als Straub ist, kann er bei der Verteilung der Departemente zuerst wählen. Straub und Raschle wollen ihre Dikasterien behalten und so bleibt realistischerweise nur die Frage, ob Wicki im Bau bleiben, oder in die Finanzen wechseln will. Denn Birchmeier muss nehmen, was übrig bleibt. Damit scheint klar: Wicki wechselt ins Finanzdepartement.

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