«Köfferlimunis» lösen Zuchtstiere ab

In zwei Tagen beginnt der Zuger Stierenmarkt. Das Kerngeschäft ist dabei zur Nebensache geworden.

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Tiere am Zuger Stierenmarkt 2010. (Bild: Bibiane Nussbaumer)

Tiere am Zuger Stierenmarkt 2010. (Bild: Bibiane Nussbaumer)

Am Mittwoch wird das Areal im Westen von Zug wieder seinem Namen entsprechend genutzt: Es ist Stierenmarkt. Bereits zum 122. Mal werden auf dem Gelände Stiere kritisch begutachtet, bewertet, prämiert und verauktioniert. Erwartet werden von Braunvieh Schweiz, der Organisatorin des Anlasses, insgesamt rund 230 Stiere von Züchtern und rund 4500 Besucher. Im Verhältnis zu früheren Zeiten sei die Zahl der Stiere, die am Markt gezeigt würden, allerdings ziemlich klein, weiss Martin Rust, Leiter Zucht bei Braunvieh Schweiz. Denn noch in den 1950er-Jahren fanden sich auf dem Areal manchmal über 1000 Tiere ein. «Der züchterische Wert des Marktes ist heute nicht mehr so hoch», bedauert Rust. Dennoch sei der Stierenmarkt noch immer ein Treffpunkt.

Zuchtstiere unter dem Hammer

Der Grund, weshalb der Markt an Wichtigkeit eingebüsst hat, ist in erster Linie technisch bedingt. Denn mit der Einführung der künstlichen Besamung wurde die individuelle Stierzucht weitgehend verdrängt. «Der Handel mit Zuchtstieren ist ziemlich zurückgegangen. Er wurde zu einem grossen Teil durch ‹Köfferlimuni›, also durch den Handel mit Samen, abgelöst», erklärt Rust. Unter den Hammer kommen in diesem Jahr 40 Zuchtstiere.

st.

Den ausführlichen Artikel zu diesem Thema finden Sie in der «Neuen Zuger Zeitung» vom 3. September oder als Abonnent kostenlos im E-Paper.