Kolumne «Standpunkt»
Mit gutem Beispiel den Weg weisen

FDP-Gemeinderat Daniel Blank äussert sich zum Wachstum der Stadt Zug.

Daniel Blank, Gemeinderat FDP
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FDP-Gemeinderat Daniel Blank.

FDP-Gemeinderat Daniel Blank.

Bild: PD

Die Stadt Zug wächst stetig, auch in den kommenden Jahren wird sie sich insbesondere im Zentrum weiterentwickeln. Dabei wird von den meist privaten Bauträgern doch einiges eingefordert und abverlangt. Gerade bei Bebauungsplänen und wenn Hochhäuser geplant werden, sind die Anforderungen hoch, die Verfahren langwierig und zäh. Für die öffentliche Hand auch nicht immer einfach, aber für die Zukunft unserer Stadt wichtig: Die öffentlichen Interessen brauchen auch ihren Platz. Es gilt, den Druck der Bauträger in die richtigen Bahnen zu lenken.

Was auch dazu gehört, ist, mit gutem Beispiel voranzugehen und den Weg zu weisen. Das kann die Stadt insbesondere bei eigenen Bauprojekten. Wie in vielen anderen Gemeinden steht zurzeit vor allem bei den Schulbauten einiges an. Mit einem Blick auf die Finanzplanung lässt sich allein für diesen Bereich die beachtliche Grössenordnung von 150 Millionen Franken festmachen.

Bei diesen Weiterentwicklungen, die fast alle Schulstandorte betreffen, nimmt die Einwohnergemeinde ihre Vorbildfunktion durchaus wahr. Die Resultate lassen sich sehen. Der Weg ist jeweils steinig. Ausgelöst werden die Verfahren durch die laufend geführte Schulraumplanung. In einer so dynamischen Gemeinde wie Zug ist es nicht immer ganz einfach, auf Jahre vorauszusagen wie viele Schüler wir dann haben werden. Wenn dann die Planung beginnen kann, heisst es: Machbarkeitsstudie, offener (auch für junge Büros) Architekturwettbewerb, Planungskredit im GGR, Baukredit an der Urne. Und genau, gebaut werden sollte das Schulhaus ja dann auch mal. Dabei sind dann natürlich die Tücken und Fristen der öffentlichen Submission penibel zu berücksichtigen, nicht dass wir da aus Versehen einen Handwerker aus einem benachbarten Wirtschaftsraum in seinen Möglichkeiten beschneiden.

Ja, mit gutem Beispiel vorangehen. On top und mittlerweile ja auch Pflicht ist da noch die Nachhaltigkeit. Die Stadt Zug stützt sich beim Bauen sinnvollerweise auf einen hierzulande gängigen Standard ab. Minergie, seit Jahren bekannt und bewährt, hat mit dem Label Minergie-P und dem Zusatz eco eine echte Messlatte kreiert. (Für die, die sich da nicht im Detail auskennen, sagen wir mal Bioernährung, vegan mit Zusatz glutenfrei. Muss übrigens nicht zwingend teurer sein, sagt man.) Aber zurück zum Thema, mit gutem Beispiel den Weg weisen. Ich denke, da ist die Stadt Zug auf dem richtigen Weg.

Danke für Ihre Zeit, ich wünsche Ihnen einen schönen Frühling.

Hinweis: In der Kolumne «Standpunkt» äussern sich Mitglieder des Grossen Gemeinderats Zug zu frei gewählten Themen. Ihre Meinung muss nicht mit derjenigen der Redaktion übereinstimmen.