Leserbrief

Komfortable Lage im Mainstream

«Hass und Hetze gegen Wissenschafter», «Zuger Zeitung» vom 14. Oktober

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Wer eine öffentlich exponierte Ansicht vertritt, ist sich sicher bewusst, dass man einen breiten Rücken haben muss. Das erleben sehr viele Wissenschafterinnen und Wissenschafter auf der ganzen Welt täglich. Vor allem diejenigen, die es wagen, die Coronapolitik zu hinterfragen. Dass diesem persönlichen Missfallen eine ganz Seite in Ihrer Zeitung gewidmet wird, scheint mir übertrieben. Isabella Eckerle wurde ja bis anhin weder zensuriert, ihre Aussagen wurden nicht medial verdreht publiziert, noch wurden ihre Tweets, wissenschaftliche Publikationen, Videobeiträge oder gar ihr gesamtes Profil auf öffentlichen Kanälen gelöscht – wie es den Coronakritikern passiert. In Anbetracht der komfortablen Lage, dass sie genau im Mainstream ist, sollte sie eigentlich unerfreuliche Kommentare locker einstecken können. Die Antwort ist ganz einfach: keine öffentlichen Auftritte mehr.

Marion Russek, Steinhausen