Komitee macht Einsprache beim Bund

Das Komitee «Doppelspur Zimmerberg light - Bahnausbau mit Augenmass» hat Einsprache erhoben. Die baulichen Massnahmen passen dem Komitee nicht.

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Zwischen Zug und Thalwil (hier der Albistunnel bei Baar) verläuft die Strecke auch einspurig. (Bild: Stefan Kaiser/Neue ZZ)

Zwischen Zug und Thalwil (hier der Albistunnel bei Baar) verläuft die Strecke auch einspurig. (Bild: Stefan Kaiser/Neue ZZ)

Das Komitee macht geltend, dass die Massnahmen «klar den Zimmerberg-Basistunnel II (ZBT II) präjudizieren», wie das Komitee am Donnerstag vor den Medien bekanntgab. Die Einsprache ans Bundesamt für Verkehr (BAV) richtet sich gegen das eisenbahnrechtliche Plangenehmigungsverfahren der SBB. Umstritten ist der Abschnitt Thalwil-Zug.

Kritik an Investitionen

Grundsätzlich begrüsse es die Massnahmen zur Kapazitätssteigerung auf der Strecke Zürich-Zug, hält das Komitee fest. Es dürfe aber keine der beiden Varianten im Rahmen von Bahn 2030 präjudiziert werden. Kritisiert werden die geplanten Investitionen von 50 Millionen Franken auf der Strecke Thalwil-Baar.

Das Komitee ist überzeugt, dass ein Ausbau der bestehenden Strecke auf Doppelspur mit einem 3,4 Kilometer langen zweiten Albistunnel (»Zimmerberg light») ein besseres Kosten-Nutzen-Verhältnis aufweist als der elf Kilometer lange Zimmerberg- Basistunnel II.

sda

Standpunkte von «Zimmerberg light»

- «Zimmerberg light» ist wesentlich kostengünstiger als der Zimmerberg Basistunnel II. Eine aktuelle Studie im Auftrag der Stadt Luzern kommt offenbar zum selben Schluss.

- Das eingesparte Geld (je nach Lösungsvariante in Thalwil mutmasslich 700 bis 800 Millionen Franken) kann und soll für den Tiefbahnhof Luzern eingesetzt werden.

- «Zimmerberg light» dient allen Zügen zwischen Zug und Zürich und nutzt weiterhin den wichtigen Bahnknoten Thalwil für Schnellzüge aus und in Richtung Zentralschweiz

- Bundesrätin Doris Leuthard und BAV-Direktor Peter Füglistaler warnen vor übertriebenen Wünschen beim Ausbau, so dass das Komitee mit «Zimmerberg light» goldrichtig liegen würde.

- Die mit Kosten von 50 Millionen Franken angestrebte Verkürzung der Zugfolgezeiten zwischen Thalwil und Baar und die S 24 im Halbstundentakt auf dieser Strecke sind unnötig

- Für bloss netto 5 Minuten Zeitgewinn gegenüber «Zimmerberg light» lässt sich die Luxuslösung Zimmerberg-Basistunnel II nicht rechtfertigen.