Kommentar «Chefsache»
Aus CVP Kanton Zug wird Die Mitte: Nur eine neue Verpackung?

Der ehemaligen CVP bieten sich mit dem Namenswechsel verschiedene Chancen – auch im Kanton Zug.

Harry Ziegler
Harry Ziegler
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Die CVP des Kantons Zug hat sich am Montag dieser Woche umbenannt. Sie heisst neu Die Mitte Kanton Zug. An der Delegiertenversammlung wurde mehrfach betont, dass sich die Politik der CVP nicht ändern werde. Durch den Namenswechsel erhoffe sich die Partei allerdings eine Öffnung – für all jene, die sich mit der Politik der CVP zwar identifizieren können, vom «C» im ehemaligen Parteinamen allerdings abgeschreckt wurden.

Die Idee, neu als Die Mitte im Kanton Zug aufzutreten, ist zwar ein nachträglicher Vollzug des Namenswechsels der nationalen Partei. Der Namenswechsel hat aber durchaus Chancen. Denn wie der Parteipräsident der Mittepartei, der Oberägerer Nationalrat Gerhard Pfister, an der Versammlung ausführte, seien er und andere immer wieder mit der Aussage konfrontiert gewesen, die Ideen der ehemaligen CVP seien gut, das «C» allerdings mache die Partei unwählbar. Tatsächlich sei es so, führte Pfister aus, dass die CVP, seit er zum ersten Mal mit dieser in Berührung gekommen sei, kaum eine Wahl im Kanton Zug mehr gewonnen habe.

Nicht nur die Parteileitung setzt ihre Hoffnung auf den neuen Namen. Nur – mit einem neuen Namen alleine gewinnt man keine Wahlen. Auch trotz Öffnung. Wahlen gewinnt man mit Inhalten. Und diese sollen sich ja kaum von jenen der CVP unterscheiden. Ob es mit einem neuen Namen alleine getan ist? Die Chance, die sich der Partei bietet, ist gross, die neue Verpackung auch mit neuen Inhalten zu füllen.