Kommentar «Chefsache»
Risch entwickelt sich zum Pharma- und Bildungscluster: Gut so

Die Kantonsschule Ennetsee soll in Rotkreuz entstehen. Damit nützen die Gemeinde Risch und der Kanton Zug eine einmalige Chance.

Harry Ziegler
Harry Ziegler
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Risch, eine unscheinbare Gemeinde am Zugersee. Bestehend aus den Ortschaften Risch, Buonas, Holzhäusern und Rotkreuz. Wobei die Musik nur in Rotkreuz so richtig laut spielt. Wirtschaftlich wie bildungsmässig.

Mit dem Entscheid, die Kantonsschule Ennetsee in Rotkreuz zu erstellen zu wollen, haben die Verantwortlichen aus Kanton und Gemeinde eine einmalige Chance gesehen und diese ergriffen. Damit wird aus Rotkreuz in Zukunft ein Pharma- und Bildungscluster.

Roche und Novartis, in der Suurstoffi der Campus der Hochschule Luzern mit den Studienrichtungen Informatik und Wirtschaft, ein Industriegebiet, das laut einer Studie der Credit Suisse schweizweit eine der höchsten Standortattraktivitäten aufweist, und rund 1000 Firmen auf Gemeindegebiet. Und allenfalls in absehbarer Zeit die Kantonsschule Ennetsee.

Eine Ballung von Bildung und Forschung. Was bei einseitigen Finanzanlagen als Klumpenrisiko bezeichnet wird, ist für Rotkreuz und den Kanton Zug alles andere als ein Risiko. Forschung und Bildung auf engstem Raum ist für beide ein fast paradiesischer Zustand. Forschung profitiert von Bildung – und umgekehrt. Die Gemeinde Risch und der Kanton Zug haben das erkannt und richtigerweise zugegriffen.

Und der einst abgelehnte Kantonsschulstandort Cham? In die Zukunft Denkende im Dorf dürften sich ob der verpassten Chance der Weiterentwicklung in den sprichwörtlichen Hintern beissen.