Kommentar
Reihentests in Zuger Primarschulen: Bitte nachmachen

Der Kanton Zug testet nun auch Primarschüler auf das Coronavirus. Dies nach den erfolgreichen Reihentests an der Oberstufe. Denn in den Primarschulen steigen die Fallzahlen.

Vanessa Varisco
Vanessa Varisco
Merken
Drucken
Teilen

Der Kanton Zug weitet die Reihentests auf Primarschulen aus. Ab Montag nach der Karwoche werden sowohl Schülerschaft ab der 4. Klasse als auch sämtliche Erwachsenen in deren Bildungsumfeld wie Lehrer, Hausmeister und Betreuer, die in schulergänzenden Bereichen wirken, wöchentlich getestet. Wer das nicht will, kann eine Dispens einreichen, profitiert dann aber nicht von den Vorzügen der Spucktests. Die Ausdehnung der Reihentests ist die Reaktion der Zuger Regierung auf den steigenden Anteil an Infektionszahlen auf der Primarstufe. Ein vorbildlicher Entscheid in mehrer Hinsicht. Vorbildlich, weil man aus dem Erfolg an der Oberstufe lernt. Vorbildlich, weil den Schülern damit ein Ausweg aus der Belastung einer Quarantäne geboten wird. Und vorbildlich, weil die Regierung das Problem steigender Infektionszahlen an Schulen am Schopf packt und nicht nur Symptombekämpfung à la Ausbruchstestung betreibt. Ausserdem entsprechen die Reihentests offenbar einem Bedürfnis, immerhin nehmen satte 99 Prozent der Sekundarschüler teil.

Nicht überall in der Zentralschweiz ist man schon so weit, Luzern beispielsweise kennt keine Massentests – man überlegt es sich aber. Zug liefert ein pfannenfertiges Rezept, das offensichtlich funktioniert. Keine Klasse der Oberstufe musste seit Beginn der Tests in Quarantäne. An alle anderen Kantone also: Bitte nachmachen.