Kommentar
Richtiges Zeichen, schnell gesetzt

Der Zuger Regierungsrat hat schnell reagiert auf die Anpassungen der Härtefallmassnahmen für von Covid-19 betroffene Unternehmen. Er hat dafür einen anderen Weg gewählt als andere Kantone.

Harry Ziegler
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Harry Ziegler, Chefredaktor Zuger Zeitung.

Harry Ziegler, Chefredaktor Zuger Zeitung.

Der Zuger Regierungsrat hat auf die Anpassungen der Coronahärtefallmassnahmen durch den Bundesrat schnell reagiert. Das taten andere Kantone ebenso. So unterschiedlich die Kantone, so unterschiedlich auch die Reaktionen. Luzern und Schwyz beispielsweise stocken die finanziellen Mittel für die Hilfe bei Härtefällen auf. Die Zuger Regierung geht einen anderen Weg.

Statt einfach weiteres Geld für Hilfsmassnahmen zur Verfügung zu stellen, senkt Zug die Anspruchsberechtigung für Härtefallhilfe. Aktuell muss eine Umsatzeinbusse von 40 Prozent nachgewiesen werden. In Zug beträgt diese Schwelle 20 Prozent, rückwirkend auf den 1. Dezember 2020. So wird die Zahl der Betriebe, die von den Härtefallmassnahmen profitieren können, erweitert.

Denn es sind nicht nur Restaurants von der Krise betroffen, Handwerksbetriebe, Familien-KMU und andere mehr trifft es genauso hart. Mit 81,1 Millionen Franken, die der Kanton bereitgestellt hat, kann er es sich leisten, den Kreis der Empfänger zu erweitern. Und gleichzeitig die Bürokratie einzudämmen. Denn unter den neuen Voraussetzungen werden erneut auch frühere Gesuche geprüft, ohne dass ein neues eingereicht werden muss.

Der Kanton Zug setzt ein richtiges Zeichen, und er hat es schnell gesetzt. Das dürfte den Betroffenen ein Stück weit Sicherheit geben, dass sie nicht alleine gelassen werden.