Kommission steht hinter dem Stadtzuger Ökihof-Projekt

Die städtische Bau- und Planungskommission hat den Objektkredit für den Neubau eines Recyclingcenters im Göbli beraten.

Andrea Muff
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Die elfköpfige Bau- und Planungskommission (BPK) des Grossen Gemeinderats der Stadt Zug behandelte Mitte Januar die städtische Vorlage zum Objektkredit von 20,8 Millionen Franken für den Neubau des Recyclingcenters mit Ökihof im Göbli. Die BPK-Mitglieder befürworteten den Kredit mit 9 zu 2 Stimmen.

An besagter Sitzung waren auch Vertreter von GGZ@Work, einem Sozialbetrieb der Gemeinnützigen Gesellschaft Zug (GGZ), und der Frauenzentrale dabei. Die beiden Institutionen werden sich mit einem Brockenhaus, Baustellenladen und Werkstätten im Neubau einmieten. Aus den Fragen der Kommissionsmitglieder an die Vertreter wird ersichtlich, dass die geplante Café-Ecke von der Frauenzentrale betrieben werde und es sich dabei um eine Stehbar und nicht um ein Restaurant handle. Die durchschnittliche Mitarbeiterzahl der GGZ@Work beträgt laut Vorlage 70 Personen und jene der Frauenzentrale zwischen 10 und 20 Personen. Für die GGZ@Work bedeute das keinen Ausbau, für die Frauenzentrale jedoch schon. Dem Kommissionsbericht ist weiter zu entnehmen, dass die Frauenzentrale auch mit einem höheren Mietaufkommen rechnen muss. Die höheren Ausgaben sollen mit einer Umsatzerhöhung von zirka 20 bis 25 Prozent kompensiert werden. Trotzdem werde die Frauenzentrale den Standort an der Ägeristrasse weiterführen. Für die GGZ@Work halten sich die künftigen Mietausgaben mit den heutigen in etwa die Waage.

Insgesamt vier Anträge gestellt

Insgesamt stellten die BPK-Mitglieder vier Anträge. Der erste möchte, dass der BPK die Mietzinsberechnungen für die beiden Vereine sowie für den Teil der Eigennutzung unterbreitet werden. Dies lehnen 8 Mitglieder ab. Die Berechnung werde bereits für die Geschäftsprüfungskommission (GPK) erstellt und der BPK zur Verfügung gestellt. Des Weiteren wird die Verwaltung beauftragt, die Architektur der Aussentreppe sowie die Preisdifferenz zwischen einer geschwungenen und einer normalen Fluchttreppe nochmals zu überprüfen und das Ergebnis der BPK zuzustellen. Auch den Antrag, ein zweites Zusatzgeschoss zu prüfen, nimmt die Verwaltung entgegen. Zum Schluss möchte ein Antrag die Angaben unter Ziffer 1 des Beschlussentwurfs ändern: Dabei soll der Betrag von 20,8 Millionen Franken in 7,6 Millionen für den Ökihof und 13,2 Millionen Franken für die Frauenzentrale und GGZ@Work gesplittet werden. Dieser Antrag wird mit 10 zu 1 Stimme abgelehnt. Zusammenfassend empfiehlt die BPK die Vorlage zur Annahme.

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