Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Kommission will mehr Geld für Integrationsklassen

Die Integrationsklasse in der Stadt Zug kann nicht kostendeckend geführt werden. Der Regierungsrat ist bereit, die Pauschale um 10 Prozent zu erhöhen. Zu wenig, sagt die Bildungskommission.
Harry Ziegler
Flüchtlingskinder in der Integrationsklasse in Zug. (Bild: Gina Böhme, 22. November 2016)

Flüchtlingskinder in der Integrationsklasse in Zug. (Bild: Gina Böhme, 22. November 2016)

Seit Oktober 2016 wird in der Stadt Zug eine Integrationsklasse auf Primarstufe geführt. Diese wird von Kindern aus dem Asyl- und Flüchtlingswesen besucht. Bislang erhielt die Stadt Zug dafür monatlich einen solidarisch von den Gemeinden getragenen Beitrag von 20000 Franken. Pro Jahr wurde die Dienstleistung der Stadt – die als einzige Gemeinde im Kanton eine solche Klasse führt – also mit 24000 Franken pauschal abgegolten.

Am System soll sich nach dem Willen des Regierungsrates und der Bildungskommission nichts ändern. Wohl aber an der Höhe der monatlichen Zahlung. Denn die Stadt Zug kann das Angebot mit der aktuell bezahlten Pauschale nicht kostendeckend betreiben. Im Jahr 2016 betrugen die ungedeckten Kosten gemäss Aufstellung der Stadt knapp 10000 Franken. Sie stiegen bis ins Jahr 2018 kontinuierlich auf rund 64000 Franken an. Für das laufende Jahr ist ein Defizit von 79000 Franken veranschlagt.

2000 oder 5000 Franken mehr im Monat?

Sowohl Regierungsrat wie auch Bildungskommission sehen die Notwendigkeit, eine höhere Pauschale an die Stadt zu bezahlen. Wie hoch diese schliesslich sein soll, darüber sind Regierung und Kommission geteilter Meinung. Für den Regierungsrat ist unbestritten, dass der Kantonsratsbeschluss, der den Betrieb von Integrationsklassen regelt, um weitere fünf Jahre zu verlängern sei. Dies aufgrund der positiven Rückmeldungen aus den Gemeinden. Erhöhen möchte der Regierungsrat die monatliche Pauschale um 2000 Franken (plus 10 Prozent). Dieser Betrag (264 000 Franken/Jahr) genüge, damit die Vollkosten der Stadt gedeckt seien. Es entstünden so der Trägerin der Integrationsklasse keine ungedeckten Kosten.

Die kantonsrätliche Bildungskommission beantragt eine Erhöhung der monatlich ausgerichteten Pauschale von 5000 Franken (plus 25 Prozent) auf neu 25 000 Franken (300 000 Franken/Jahr). Sie begründet diese Erhöhung damit, dass die vorgelegten Zahlen allesamt defizitär seien und der Stadt Zug mit einem höheren Beitrag eine gewisse Flexibilität beim Einsatz von Lehrpersonen zu Spitzenzeiten erlaube. Und nicht ganz unwichtig sei die Fairness gegenüber der Stadt Zug, die bislang die Defizite getragen hat. Zudem sei der Unterschied in den Kosten, die die Gemeinden anteilsmässig tragen, zwischen 2000 und 5000 Franken vertretbar. Auch wenn sich die Gemeinden bereits für den regierungsrätlichen Antrag ausgesprochen hätten.

Die Schülerzahlen schwanken durchs Jahr

Die Schülerzahlen für die Integrationsklassen werden nach dem kantonalen Schulgesetz festgelegt. Hier gelten jene für Kleinklassen für nur teilweise schulbereite Kinder. Die Richtzahl beträgt 10, die Höchstzahl 14. Aufgrund der Zuweisung von Kindern während des Schuljahrs und der auf ein Jahr befristeten Verweildauer in der Integrationsklasse werden die vorgegebenen Zahlen immer wieder unter- oder überschritten. Der eng begrenzte Finanzrahmen lasse der Standortgemeinde zu wenig Spielraum, ohne finanziellen Mehraufwand auf diese Herausforderung zu reagieren. Per 31. Januar 2019 besuchten 17 Kinder die Integrationsklasse in Zug. Die Schülerzahlen schwankten seit dem Start am 24. Oktober 2016 zwischen 4 und 17. Sie werden alle drei Monate erhoben. Seit dem 15. November 2017 bewegen sie sich im zweistelligen Bereich.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.