Kommt es nun zum Firmen-Exodus?

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Zug Nach dem Nein zur USR III scheinen die in Zug domizilierten Statusgesellschaften abzuwarten, wie es weitergeht. Es geht dabei um Rechts- und Planungssicherheit.

 

Heinz Tännler, bestehen Kontakte zu Statusgesellschaften, die gedenken, sich wegen des Neins von Zug abzuwenden?

Die Zuger Behörden pflegen laufend intensive Kontakte zu vielen Unternehmen im Kanton Zug. Dabei werden verschiedenste Themen besprochen, darunter natürlich auch steuerliche Fragen. Und natürlich wird auch diskutiert, welche Auswirkungen das Nein zur USR III haben könnte. Es ist für uns selbstverständlich, dass wir die in vertraulichem Rahmen geführten Gespräche nicht nach aussen tragen. Was man vielleicht generell sagen kann: Es ist nicht so, dass gewisse Unternehmen nun sofort angekündigt hätten, Aktivitäten in grösserem Stil zu verlagern oder ihre Zuger Niederlassung ganz zu schliessen.

Es besteht aber ein gewisses Risiko?

Das grosse Risiko besteht darin, dass bei neuen geschäftlichen Projekten und Aktivitäten möglicherweise andere Konzernstandorte im Ausland zum Zuge kommen, weil das weitere Vorgehen in der Schweiz und die längerfristigen wirtschaftlichen und steuerlichen Rahmenbedingungen zu wenig klar sind.

Was braucht es, damit die Firmen bleiben?

Es wird eine Herausforderung sein, sich dieser schleichenden Verlagerung ins Ausland bis zum Vorliegen einer neuen Unternehmenssteuervorlage entgegenzustellen und möglichst rasch wieder Rechts- und Planungssicherheit bieten zu können. (haz)