KOMMUNALE WAHLEN - ZG: Gemeinderäte sind fest in bürgerlicher Hand

Der Systemwechsel vom Proporz zum Majorz hat sich bei den Gemeinderatswahlen im Kanton Zug zugunsten von FDP und CVP ausgewirkt. Beide Parteien konnten Sitze zulegen. Die SVP büsste in zwei Gemeinden je einen Sitz ein.

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In Steinhausen gewannen die Grünen einen Sitz auf Kosten der FDP. (Bild: pd)

In Steinhausen gewannen die Grünen einen Sitz auf Kosten der FDP. (Bild: pd)

Für die Alternativen - die Grünen (ALG) wurden die Gemeindewahlen zum Nullsummenspiel: Sie verloren zwar zwei bisherige Sitze, konnten aber in zwei Gemeinden je einen Sitz gewinnen.

Die SP ist vorerst nur noch in Hünenberg und Unterägeri vertreten. In Walchwil verpasste der SP-Kandidat das absolute Mehr. Allerdings wurden erst vier der fünf Sitze vergeben. Je zwei Mandate holten sich FDP und CVP. Der fünfte Sitz wird in einem zweiten Wahlgang am 30. November vergeben.

Ein zweiter Wahlgang notwendig ist auch in Steinhausen. Neu im Gemeinderat vertreten sind die Grünen. Nicht mehr im Gemeinderat sind die Alternativen in Cham: Das Kritische Forum verlor ihren Sitz an die CVP.

Den Sprung in die Exekutive schaffte die ALG in Menzingen. Die CVP verlor einer ihrer drei Sitze und damit die Mehrheit im Gemeinderat.

In Neuheim verlor die SVP ihren Sitz an die CVP, die nun mit zwei Mitgliedern im Gemeinderat vertreten ist. Ebenfalls einen Sitz an die CVP verlor die SVP in Baar.

Vollständig in bürgerlicher Hand ist der Gemeinderat in Risch-Rotkreuz. Die FDP holte sich einen zweiten Sitz auf Kosten der Grünen.

Alles beim alten bleibt in Oberägeri. Alle fünf bisherigen Gemeinderäte wurde wiedergewählt.

Auf einen Wahlgang verzichten konnten Unterägeri und Hünenberg. Weil es nicht mehr Kandidierende gab als Sitze zu verteilen waren, konnten die Bisherigen in Stiller Wahl bestätigt werden. (sda)