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Kommentar

Konfliktpotenzial

Die Bahnstrecke zwischen Zug und Goldau wird saniert. Bundesparlamentarier sind besorgt, dass nach dem Ausbau trotz Zusicherungen Güterzüge über die Strecke fahren. Sie verlangen vom Bundesrat Antworten. Zu Recht, wie Harry Ziegler, Chefredaktor der Zuger Zeitung schreibt.
Harry Ziegler
Harry Ziegler, Chefredaktor Zuger Zeitung

Harry Ziegler, Chefredaktor Zuger Zeitung

Die Sanierung der Bahnstrecke am Ostufer des Zugersees zwischen Zug und Goldau betrifft nicht nur die SBB und die Kantone Zug und Schwyz. Involviert ist auch das benachbarte Deutschland. Und zwar über eine Zusatzvereinbarung zwischen der Schweiz und Deutschland zu den Neat-Zuläufern. Das birgt internationales Konfliktpotenzial am beschaulichen Ufer des Zugersees. Für den Zuger FDP-Ständerat Joachim Eder wankt wegen der Zusatzvereinbarung die im Korridorrahmenplan Zentralschweiz gemachte Aussage: «Auf dem Leitweg Zürich–Zug–Arth-Goldau ist kein Güterverkehr vorgesehen.» Eder und die Ständeräte Peter Hegglin (CVP/Zug), Peter Föhn und Alex Kuprecht (beide SVP/Schwyz), Konrad Graber (CVP/Luzern) sowie Damian Müller (FDP/Luzern) verlangen deshalb mittels Interpellation Antworten vom Bundesrat. Sie befürchten zu Recht, dass sich Zusatzvereinbarung und Korridorrahmenplan widersprechen. Eder und Mitunterzeichner wollen verhindern, dass plötzlich doch Güterzüge zwischen Zug, Walchwil und Goldau verkehren.

Spät schalten sich die Parlamentarier aus den betroffenen Kantonen ein. Ihre Stimmen haben im Hin und Her um Güterverkehr am Zugersee-Ostufer entsprechendes Gewicht. Und wenn sie mittels einer Interpellation den Bundesrat zusätzlich zu verbindlichen Aussagen zwingen, dann dient das der Beruhigung der Situation. Und der Beruhigung der Bevölkerung, die am Ostufer des Zugersees lebt. Eder selber regt an, dass mittels einer Richtplanänderung klar untersagt werde, dass Güterzüge am Zugersee-Ostufer fahren dürfen. Die Anregung Eders sollte der kantonalen Politik parlamentarische Vorstösse wert sein. Im Falle einer Planänderung gäbe es dann am Ostufer nämlich nichts mehr zu deuteln.

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