Kontrollschilder-Auktion: Über eine halbe Million Franken floss 2019 in die Zuger Staatskasse

Das Zuger Strassenverkehrsamt hat mit den Auktionen über eine halbe Million Franken eingenommen.

Andrea Muff
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Seit 2018 kommen im Kanton Zug Auto- und Motorradkontrollschilder unter den Hammer. Spezielle Kombinationen – wie Schnapszahlen oder Geburtstage, und zwei- bis vierstellige Zahlen – sind bei den Auktionen des Strassenverkehrsamtes am beliebtesten. Im letzten Jahr wurden mit vier Kontrollschilderauktionen insgesamt 558600Franken eingenommen. Amtsleiter Markus Feer präzisiert: «Dieser Ertrag liegt mit 158600 Franken über dem Budget 2019.» Das Geld fliesse in die kantonale Finanzrechnung, fügt er hinzu und sagt zufrieden: «Das Budget wurde übertroffen und somit haben wir unseren Leistungsauftrag erfüllt.»

Insgesamt wurden 85 Kontrollschilder für Personenwagen versteigert und damit einen Ertrag von 506620 Franken erzielt. Die 27 versteigerten Motorradkontrollschilder brachten 51980 Franken ein. Mit 44000Franken erzielte Anfang Jahr ein zweistelliges Nummernschild das höchste Gebot. Details dazu sind keine bekannt. «Da die fahrzeughaltenden Personen jeweils eine Halterauskunftssperre verlangen, können wir nach einem halben Jahr keine Details zu den Auktionen bekanntgeben», klärt Feer auf.

Nachfrage nach tiefen fünfstelligen Nummern

Im vergangenen Jahr sind laut dem Leiter des Zuger Strassenverkehrsamtes alle Nummernschilder ersteigert worden. «Bei der Auswahl der Kontrollschilder für die Auktionen wird wenn möglich auf das Interesse der Kundschaft Rücksicht genommen», gibt Markus Feer weiter Auskunft. Er bestätigt, dass die Kontrollschilder mit zwei- bis vierstelligen Zahlenkombinationen sehr beliebt seien. «Auch werden immer wieder attraktive Ziffernfolgen gewünscht. Es besteht auch eine Nachfrage nach tiefen fünfstelligen Kontrollschildern.»

Welche Nummern 2020 unter den Hammer kommen werden, weiss man im Strassenverkehrsamt noch nicht. Die Auswahl habe noch nicht stattgefunden und die genauen Termine seien noch nicht bekannt, erklärt Markus Feer. Die Kriterien, welche Schilder versteigert werden, seien sehr unterschiedlich. Dabei sei vor allem wichtig, die Budgetvorgaben einzuhalten, fügt Feer hinzu. «Da das Strassenverkehrsamt nur noch sehr wenige drei- bis vierstellige Kontrollschilder für die Auktionen zur Verfügung hat, werden diese gezielt und zurückhaltend in die Auktionen gestellt.»

Rekordsumme für «ZG 10»

Gleich bei der ersten Auktion des Strassenverkehrsamtes im Februar 2018 wurde mit dem Kontrollschild «ZG10» ein schweizweiter Rekord erzielt: Es ging für 233000Franken an einen neuen Besitzer. Der Gesamterlös des ersten Auktionsjahres war mit 1,1 Millionen Franken besonders hoch.

Die nächste Auktion findet im Frühjahr statt. Da das Vorgehen 2019 erfolgreich gewesen sei, werde das Strassenverkehrsamt daran nichts ändern, erklärt Amtsleiter Markus Feer.

Hinweis

Die Auktionen sind jeweils unter auktion-stva.zg.ch abrufbar.