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Interview

Konzerte am Zugersee ziehen Laufpublikum an

Mit music@your-place organisiert Patrick Leemann von der Jugendanimation Zug Konzertabende, die einen Einblick in das Repertoire von jungen Künstlern geben. Heute Abend ist es wieder so weit.
Interview: Shirin Fischer
Der Anlass music@your-place bietet jungen Musikern eine Plattform. (Bild: Maria Schmid (Zug, 5. August 2016))

Der Anlass music@your-place bietet jungen Musikern eine Plattform. (Bild: Maria Schmid (Zug, 5. August 2016))

Ein breites Publikum, besondere Bühnenerlebnisse und interessante Begegnungen – das stellt Patrick Leemann (37), Soziokultureller Animator FH aus Zug, den Künstlern an den Konzertabenden von music@your-place in Aussicht. Das Projekt wurde 2014 von der Jugendanimation Zug (Jaz) ins Leben gerufen und hat sich seither etabliert. Jedes Jahr treten von Mai bis September fünf verschiedene junge Musiker in Zug auf, um Bühnenerfahrung zu sammeln und neue Fans zu finden. Heute Abend, von 19 bis 23 Uhr, werden die Künstler «Brause im Blut» und «Tension» beim Rondell am Landsgemeindeplatz in Zug auftreten.

Patrick Leemann, was ist das Ziel von music@your-place?

Unser Ziel ist es, den jungen Musikern aus der Region eine Plattform für Auftrittsmöglichkeiten zu bieten, weil es für die meisten schwierig ist, eine solche zu finden. Mit unseren Konzerten am Zugersee ziehen wir ein Laufpublikum an. Dies ermöglicht den Singer-Songwritern und Bands tolle Konzerterfahrungen und neue Möglichkeiten. Die Musiker können dann zu Konzerten im kleinen privaten Rahmen eingeladen werden. Dafür kann man mit den Künstlern eine geeignete Gegenleistung oder seit diesem Jahr auch eine angemessene Gage vereinbaren.

Wie viele Anfragen erhalten Sie von Künstlern und wie wählen Sie diese aus?

Am Anfang des Projektes habe ich aktiv nach jungen Musikern gesucht. Mittlerweile sind es pro Jahr zirka fünf verschiedene Künstler, die beim Projekt mitwirken. Einige von ihnen sind über mehrere Jahre dabei, aber wir erhalten auch immer wieder neue Anfragen. Abgelehnt haben wir eine Anfrage aber noch nie. Dies würden wir höchstens bei Musikern, die bereits professionell sind und einen gewissen Bekanntheitsgrad geniessen.

Gibt es Voraussetzungen, welche die Musiker erfüllen müssen?

Wir organisieren ausschliesslich Akustikkonzerte. Dies schränkt natürlich den Rahmen von Musikern ein, die mitmachen können. Ansonsten sollten die Künstler einfach auf Anfragen innerhalb von 72 Stunden reagieren können. Es ist zudem von Vorteil, wenn sie ihre Musik auf unserer Homepage hochladen. All das soll den Musikern aber schlussendlich nur helfen, mehr Publikum anzusprechen.

Wie stark werden die auftretenden Künstler in die Organisation der Konzerte miteinbezogen?

Für die Konzertdauer und den Ort müssen wir bereits drei Monate im Voraus eine Bewilligung einholen. Deshalb bestimmen das jeweils wir vom Jaz. Trotzdem versuchen wir die jungen Musiker in die Organisation miteinzubeziehen. So empfehlen wir den Künstlern, Werbung in ihrem Umfeld zu machen und auch an den Konzerten der anderen Musiker anwesend zu sein, damit sie gleich noch ein bisschen Werbung für sich machen können.

Haben Sie auch schon grosse Überraschungen erlebt? Gab es schon Musiker, die das Publikum besonders begeistert haben?

Eine grosse Überraschung gab es noch nicht. Natürlich gab es jedes Jahr eine Band, die besonders gut ankam. Zwei Einzelkünstler haben sich bei einem Konzert kennengelernt und sich danach als Band formiert. Es ist auch oft einfach so, dass das Rondell gefüllt ist, wir einen schönen Sommerabend geniessen und viele positive Rückmeldungen erhalten.

Gibt es Künstler, die durch den Auftritt bei music@your-place einen hohen Bekanntheitsgrad im Kanton Zug erlangt haben?

Es gibt Musiker, die mittlerweile bekannt sind in unserer Region. Ob das jedoch an unserem Projekt liegt oder eher am Gesamtprozess der Musiker, kann ich nicht sagen. Die Musikerin Lia Ray hat zum Beispiel bei uns gestartet und später unter anderem auch beim Rock the Docks und in der Galvanik Auftritte erhalten. «R we alone» wirkte solo bei uns mit und hat sich nun mit anderen Musikern zu einer Band zusammengeschlossen.

Gab es schon Kritik am Anlass?

Ja, wir haben auch schon Kommentare gehört, wie «Hey, der kann ja gar nicht singen.» Dies sind natürlich einfach Einzelmeinungen, und Musikgeschmäcker sind verschieden. Zur Organisation selbst haben wir bis jetzt nur positive Reaktionen erhalten.

Heute Abend spielen «Brause im Blut» und «Tension». Was sind das für Musiker?

Die Sängerin Jessica von Brause im Blut ist seit zirka neun Monaten Atelier-Mieterin im Gebäude der Jugendanimation Zug. Deshalb kennen wir sie ein bisschen besser, als andere Künstler. Das Livekonzert heute Abend ist ihr erstes Projekt als Solokünstlerin. Tension spielt eine Mischung zwischen Rock, Pop, eigenen Songs und Covers. Für die Band könnte es eine neue Herausforderung werden, nur akustisch zu spielen. Gerade mit der Lautstärke des Schlagzeugs muss man dabei sehr vorsichtig sein.

Sind Sie selbst im Musikbereich tätig?

Ich bin nicht wirklich professionell im Musikbereich tätig, da ich auch nie eine solche Ausbildung gemacht habe. Seit 20 Jahren spiele ich aber in einer Band und wir hatten vor allem am Anfang oft Auftritte in der Industrie 45 in Zug und organisierten dort diverse Konzerte.

Hinweis: Weitere Informationen finden Sie unter www.jaz-zug.ch

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