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KONZERTREIHE: Live in Cham soll in seinem letzten Jahr noch einmal begeistern

Am Samstag tritt mit Laura Cox eine der besten Gitarristinnen der Welt im Kreuzsaal auf. Ihr Auftritt wird einer der Höhepunkte des letzten Jahres von Live in Cham sein. Denn nach dem 14. Jahr ist Schluss. Weshalb, erklären zwei der vier Organisatoren.
Martin Kaufmann (links) und Christoph Walker hören auf, solange ihnen die Aufgabe noch Spass macht. (Bild: Stefan Kaiser (Zug, 20. Februar 2018))

Martin Kaufmann (links) und Christoph Walker hören auf, solange ihnen die Aufgabe noch Spass macht. (Bild: Stefan Kaiser (Zug, 20. Februar 2018))

Nur noch sechs Konzerte finden im Rahmen von Live in Cham statt. Denn nach dem diesjährigen 14. Jahr ziehen Markus Stoller, Martin Kaufmann, Polo Fischer und Christoph Walker einen Schlussstrich.

«Es gibt keinen eigentlichen Grund, warum wir aufhören», sagt Martin Kaufmann. Vielmehr hätten sie immer gewusst, dass Live in Cham eine beschränkte Lebensdauer habe und die Konzertreihe nicht ewig existieren würde. «Wir haben uns im letzten Jahr entschieden, nur noch die nächste Saison zu machen und dann aufzuhören. Unser Ziel war immer, in einer erfolgreichen Zeit Schluss zu machen.»

Comeback ausgeschlossen

Ein Comeback schliesst Walker aus und antwortet: «Auf keinen Fall.» Sie hätten mit Live in Cham grundsätzlich abgeschlossen, ergänzt Kaufmann und gibt zu bedenken: «Wir geniessen im Moment einen tollen Support unserer Mitglieder und Sponsoren und es wäre nicht garantiert, dass wir diesen auch in fünf Jahren noch hätten.»

Sie seien voll motiviert und bereit, noch ein Jahr mit Vollgas hinzulegen, sagt Walker. Und auch Kaufmann will die letzten Konzerte «ganz besonders» geniessen, wie er betont. «Alles hat eine Ablaufzeit und unsere ist näher gekommen.»

Die Chollerhalle habe früher fast keine derartigen Konzerte organisiert und seither aufgerüstet. «Seit ein, zwei Jahren hat die Chollerhalle ein gutes Programm, das viele Leute anzieht. Wir haben uns gefragt, ob wir unsere Nische noch besetzen müssen, ob es uns überhaupt noch braucht?»

Denn als sie vor 14 Jahren begonnen hätten, sei der Konzertmarkt in Zug trocken gewesen. Sie seien nach dem Ende des Cotton-Clubs in Zug, und als die «Seiserkurve» in Sins keine Konzerte angeboten habe, alleine gewesen, erinnert sich Kaufmann und bilanziert: «Wir sind zur Entscheidung gekommen, dass es uns nicht mehr zwingend braucht und wir auch genug andere Sachen zu tun haben.

Sie hätten es immer geschätzt, selbstständig und unabhängig zu sein, sagt Walker. «So konnte uns auch niemand dreinreden.» Nur beim 10-Jahres-Jubiläum hätten sie von der Gemeinde Cham Geld erhalten, ergänzt Kaufmann und sagt: «Wir wollten unabhängig sein und haben versucht Konzerte anzubieten, die von den Leuten gerne besucht werden.» Der Hauptaufwand fällt nicht an den Konzerttagen an. Vielmehr bräuchte es für die Suche und Pflege der Sponsoren und Mitglieder sowie den Marketing- und Werbeaufwand die meisten Stunden, erklärt Kaufmann: «Der Aufwand für die Sponsoren und Mitglieder beläuft sich für mich auf rund zwei bis drei Wochen.»

Zahlreiche Höhepunkte

Am besten in Erinnerung geblieben ist Kaufmann das Konzert von Walter Trout, einem der weltweit besten Blues-Gitarristen. «Wir erwarteten den bekannten grossen und festen Mann und es erschien ein Spargeltarzan. Er war todkrank und musste sich ein halbes Jahr später seine Leber entfernen lassen. Doch das Konzert war fantastisch.»

The Hooters im Lorzensaal im Jahr 2010 haben es Walker besonders angetan und zum Vergessen seien die Manager, die es verunmöglichen, mit dem Künstler direkt reden zu können.

Das diesjährige Programm ist wie immer mit einem grossen Namen bestückt – diesmal mit Bob Geldof, der im September im Lorzensaal spielt. Am kommenden Samstag gastiert mit Laura Cox einer der besten Gitarristinnen der Welt im Kreuzsaal in Cham und im Mai spielt mit Phil Rudd der ehemalige AC/DC Drummer auf seinem Schlagzeug. Die Blues-Grösse Aynsley Lister bestreitet das allerletzte Live in Cham-Konzert.

Haben sich Kaufmann, Walker und ihre Kollegen für den Schluss der Reihe etwas Besonderes einfallen lassen? «Vielleicht verteilen wir Taschtentücher, weil wohl alle weinen werden», ulkt Walker. Kaufmann lacht und ergänzt: «Ich hoffe nur, dass wir dann nicht weinen müssen.»

Am Samstag spielt Laura Cox

Am 24. Februar ab 21 Uhr konzertiert die französische Laura Cox Band im Kreuzsaal in Cham. Türöffnung ist wie immer um 20 Uhr. Kopf der Band ist Laura Cox (27), die als eine der besten Gitarristinnen der Welt gilt. Irgendwo zwischen der australischer Wut von AC/DC und dem Rock von ZZ Top findet Cox den Country und Blues. Als sie mit 17 Jahren ihre ersten Gitarrensoli auf Youtube und Facebook zeigte, wurde sie mit 48 Millionen «Views» und 206 000 Abonnenten zur Internetberühmtheit.

Charly Keiser

charly.keiser@zugerzeitung.ch

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