SRF-Premiere für Fabienne Bamert am traditionellen Jasstisch

Die Zugerin Fabienne Bamert (32) moderiert neu den «Samschtig-Jass». Am Samstagabend ist sie zum ersten Mal im TV zu sehen.

Fabienne Mühlemann
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Die neue Moderatorin Fabienne Bamert vor der «Samschtig Jass»-Tafel.

Die neue Moderatorin Fabienne Bamert vor der «Samschtig Jass»-Tafel.

SRF/Nici Jost

Es ist der berühmteste Jasstisch der Schweiz, an dem sich Prominenz und Gäste am Samstagabend messen werden. Erstmals darf auch Fabienne Bamert an der Runde teilnehmen – nämlich als Moderatorin. Sie ist das neue Gesicht des «Samschtig Jass», den rund 242'000 Zuschauer im Schnitt vor dem Fernseher verfolgen. In einem Casting hat sich die Tele1-Moderatorin gegen sieben Mitstreiter durchgesetzt und überzeugte die Verantwortlichen beim SRF von ihrem Können.

Ernst galt es für Fabienne Bamert bereits im Dezember bei der ersten Aufzeichnung im sankt-gallischen Ebnat-Kappel. «Das war ziemlich anstrengend. Es war mein erster Arbeitstag und ich musste gleich abliefern», sagt Bamert rückblickend. Doch sie konnte von ihrer Routine profitieren und die Sendung ohne Patzer durchziehen. Ein Naturtalent?

«Ich bin Perfektionistin. Der Druck verhilft mir zu besseren Leistungen»,

so die 32-Jährige. Sie sei aber sehr nervös gewesen.

Technische Finessen erlernen

Auf den ersten Drehtag hat sich Bamert intensiv vorbereitet. Sie hat die Drehbücher Wort für Wort auswendig gelernt. So konnte sie sich während des Drehs auf das Technische konzentrieren. Zum Beispiel die Jasskarten richtig in die Kamera zu halten, damit sie sich wegen des Lichts nicht spiegeln. Auch ein Live-Publikum zu haben, ist eine neue Herausforderung. Doch mit ihrem Vorgänger Reto Scherrer, der bei der Aufzeichnung dabei war, hatte sie einen routinierten Ratgeber an ihrer Seite.

Mit der Jass-Sendung wird Fabienne Bamert in der ganzen Schweiz unterwegs sein. «Ich freue mich vor allem auf die vielen unterschiedlichen Gäste», so die Jass-Begeisterte. Das mache auch den Charme der Sendung aus. «Jassen in Verbindung mit Promi-Gästen – einfach die perfekte Mischung», sagt die Frohnatur. Auf die Frage, welchen Promi sie gerne einmal am Jasstisch begrüssen möchte, antwortet sie ohne zu zögern: Roger Federer.

Zehn Jahre beim Tele1 tätig

Bamert war von Beginn an überzeugt, dass die Stelle als Moderatorin beim «Samschtig-Jass» perfekt auf sie zugeschnitten ist. Einen Wermutstropfen gibt es dabei trotzdem. «Das Tele1 zu verlassen, fällt mir sehr schwer», sagt Bamert wehmütig. Insbesondere das Team werde sie vermissen und auch ihre Sendung «Unterwegs», in der sie spannende Leute traf und viele Aktivitäten ausprobieren konnte. «Es war faszinierend, so unterschiedliche Geschichten zu erfahren. Einige Schicksale haben mich sehr berührt», so Bamert über die Sendung, die sie noch bis im April fortführen wird.

Neben «Unterwegs» hat die ehemalige Miss-Schweiz-Kandidatin auch die Nachrichten und Sport bei Tele1 moderiert. Zum Zentralschweizer Fernsehen war die Maturaabsolventin, die nach der Kantonsschule ohne Studium beim Radio einstieg, vor zehn Jahren gekommen. Übrigens: An der Fasnacht wird sie für das Tele1 noch unterwegs sein.

Fabienne Bamert im Tele1-Studio

Fabienne Bamert im Tele1-Studio

David Avolio

Diese Einsätze vor der Kamera haben dazu geführt, dass man sie in der Innerschweiz bestens kennt. Nationale Bekanntheit brachte ihr das Engagement als Speakerin beim Eidgenössischen Schwing- und Älplerfest in Zug im letzten Sommer. «Es war überwältigend, vor 60000 Leuten in der Arena zu sprechen», so die Sportbegeisterte. Sie habe im Nachhinein viele positive Rückmeldungen erhalten. «Erst da wurde mir bewusst, wie viele Leute meine Stimme erreicht hat.» Auf der Strasse werde sie nicht oft erkannt, eher mal von der Frau an der Kasse im eigenen Dorf. Das dürfte sich jedoch ändern, sobald sie im SRF zu sehen ist.

Boulevard-Medien haben Blut geleckt

Durch die steigende Bekanntheit hat Bamert auch das Interesse der Boulevard-Medien geweckt. «Höschen-Blitzer bei Samschtig-Jass-Moderatorin» titelte etwa Nau.ch im November nach einem Auftritt bei den Laureus-Awards, bei dem sie zusammen mit ihrem Freund, dem Ruder-Olympiasieger Mario Gyr, erschienen war. «Im ersten Moment musste ich einfach lachen, als ich die Schlagzeile sah. Ich fragte mich, ob das überhaupt jemanden interessiert», so die bodenständige Zugerin, die sich generell nicht auffällig kleidet. Es sei aber wahrscheinlich ein Vorgeschmack auf das gewesen, was auf sie zukäme.

Ihre erste Sendung am Samstagabend wird Fabienne Bamert mit ihrer Familie zusammen anschauen. Sie ist extra am Freitag von einer zweiwöchigen Reise aus Indien zurückgekehrt. Der Zeitpunkt sei optimal gewesen: «Die letzten Wochen vor der Abreise waren sehr streng. Nun konnte ich nochmals richtig abschalten, bevor dann ein neuer Lebensabschnitt beginnt.»

Hinweis
Erster «Samschtig-Jass» mit Fabienne Bamert am Samstag ab 18.45 Uhr auf SRF1.

Ein Vorgeschmack auf die Sendung? Hier sind ein paar Impressionen: