Leserbrief

Kraut und Rüben durcheinander

«Da dreht sich einer in der Endlosschlaufe», Ausgabe vom 28. November

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«Blocher», «Milliardäre», «Multimillionäre» – Andreas Iten schmeisst in seinem Leserbrief mit links-populistischen Schlagwörtern nur so um sich und befindet sich damit selber in einer «Endlosschlaufe» abgrundtiefer Abneigung gegen alles, was nach SVP tönt. Und worum geht es wirklich? Die SVP hat die Abstimmung um die Selbstbestimmungsinitiative verloren. Richtig. Und jetzt? Gibt eine Abstimmungsniederlage jedermann das Recht, auf die Verlierer einzuprügeln und diese zu verunglimpfen? Das ist unschweizerisch.

Schweizerisch wäre es, dem Verlierer wie beim Schwingen aufzuhelfen und ihm die Sägespäne von der Schulter zu putzen. Damit anerkennt man die Leistung des anderen und übt sich in Fairplay. Genau diese Anerkennung verdient auch die SVP: Denn egal, ob man die SVP gut oder schlecht findet, eines muss jeder anerkennen: Die SVP belebt die politische Diskussion und damit unsere Demokratie. Sie sorgt dafür, dass die Bevölkerung immer wieder über wichtige Themen diskutieren und abstimmen kann – auch, wenn sie dabei an der Urne nicht immer erfolgreich ist. Darin liegt das Erfolgsrezept der SVP: Sie bleibt sich treu und steht zu ihren Werten. Und das wird von den Wählerinnen und Wählern honoriert. So konnte die SVP bei der Abstimmung über die Selbstbestimmungsinitiative trotz vereinter Gegnerschaft immer noch über 33 Prozent der Bevölkerung oder 900000 Wählerinnen und Wähler überzeugen. Das sind Befürworterzahlen, von denen andere Parteien nur träumen können – und vielleicht liegt darin ja auch der Groll begründet, den Andreas Iten gegen Christoph Blocher und die SVP hegt ...

Hans Durrer, alt Kantonsrat SVP, Zug