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Kreative Köpfe interpretieren die Digitalisierung mit Licht

23 Künstlerinnen und Künstler aus Zug und von ausserhalb setzen sich mit einem kontroversen Thema auseinander. Mit Licht-Installationen in der Zuger Neustadt regen sie zum Diskurs an. Die zweite «Illuminate» baut auf dem letztjährigen Festival auf.
Andreas Faessler
Der Künstler Rio Ikeshiro zeigt seine Installation im Paettern Lightup Atelier. (Bild: Stefan Kaiser (Zug, 25. Oktober 2018))

Der Künstler Rio Ikeshiro zeigt seine Installation im Paettern Lightup Atelier.
(Bild: Stefan Kaiser (Zug, 25. Oktober 2018))

23 Künstlerinnen und Künstler aus der Region sowie aus dem In- und Ausland bringen viel Licht nach Zug: Das sogenannte «Illuminate»-Festival knüpft an seine erste Ausführung vor genau einem Jahr an, als 15 lichtbezogene Kunstwerke die Zuger Altstadt in unterschiedliche Stimmungen tauchten. Die zweite, nun etwas erweiterte Durchführung dieses Lichtkunst-Festivals fokussiert sich auf das allgegenwärtige Thema der Digitalisierung. Im öffentlichen Raum nördlich der Altstadt werden insgesamt 19 Installationen die wachsende Digitalisierung unseres Alltags auf künstlerische Weise und unter Verwendung unterschiedlicher Medien aufgreifen und kreativ interpretieren.

«Das Thema ist nach wie vor brandaktuell, und in der Stadt Zug hat die Technologieförderung zudem hohe Priorität», sagt Laura Hürlimann vom organisierenden Verein Lichtkunst Zug. Bezug nehmend auf den Überbegriff der Digitalisierung seien es insbesondere Themen wie Überwachung, Sicherheit und Abhängigkeit von digitalen Technologien, welche neben Chancen auch Gefahren mit sich brächten. «Darum fördern wir auch einen kritischen Diskurs. Und auf den Rundgängen, die jeden Tag im Rahmen von ‹Illuminate› stattfinden, wird das Thema der wachsenden Digitalisierung kritisch durchleuchtet», führt Kuratorin Carole Kambli weiter aus. «Denn da wir uns im öffentlichen Raum bewegen, interessiert uns, welche Auswirkungen die Digitalisierung auf den Raum wie auch auf die Menschen, die sich darin bewegen, hat.» Dass die zweite Zuger «Illuminate» nun deutlich grösser ist als die erste, ist nicht zuletzt dem Erfolg der Festival-Premiere zu verdanken. Laura Hürlimann: «Wir haben festgestellt, dass das Thema Digitalisierung nicht nur bei der Bevölkerung, sondern auch bei den Kunstschaffenden selbst auf grosse Resonanz stösst. Zudem birgt der öffentliche Raum grundsätzlich grosses Potenzial, um den Leuten Kunst zu vermitteln.»

Die demokratischste Art, Kunst zu erleben

Darum baue man nun auf der ersten «Illuminate»-Ausgabe auf und habe den Ausstellungsraum erweitert, indem man ihn in die Neustadt verlegt. Neben den Installationen der neun Zuger Künstler, der drei weiteren Schweizer Teilnehmer und der vier Gäste aus England, Japan, Italien und den USA gibt es während des Festivals ein Rahmenprogramm mit Sonderveranstaltungen. Neben den erwähnten täglichen Führungen gibt es eine spezielle Installations-Einweihung, zwei Kunstperformances und eine sogenannte Kurzfilmnacht, im Rahmen derer im Kino Seehof Kurzfilme von acht jungen Schweizer Filmschaffenden zum Thema Digitalisierung gezeigt werden.

Das Projekt «Illuminate» kann auf eine grosszügige Unterstützung durch Stadt und Kanton Zug sowie weiterer Gönner wie Gemeinden, Stiftungen und Firmen zählen. «Auf diese Gönner und auch auf die zahlreichen Kooperationen sind wir angewiesen», sagen Carole Kambli und Laura Hürlimann und betonen, dass sie dadurch eine wichtige Aufgabe erfüllen, denn «Kunst im öffentlichen Raum ist die demokratischste Art, Kunst zu erleben. Daher empfinden wir es als wichtig, dass auch ‹Illuminate› wieder stattfindet.»

Hinweis

«Illuminate» vom 27. Oktober bis 15. November. Vernissage morgen Samstag, 18 Uhr, beim Hirschgehege am Alpenquai (Performance von Sandro Steudler). Details zu Festival und Programm unter www.illuminate-festival.ch

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