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Leserbrief

Krieg kennt keine Deadlines

«Sicherheitsbedenken: Mahnwache abgesagt», Ausgabe vom 18. Oktober

«Üblicherweise würden solche Veranstaltungen deutlich früher, rund zwei Monate im Voraus, angemeldet.» So wurde kürzlich die Begründung von Frank Kleiner, Polizeisprecher der Zuger Kantonspolizei, zitiert, warum eine geplante Mahnwache für Syrien zur Absage zu empfehlen sei.

Da ist es schon blöd, dass für Kriegserklärungen keine solchen bürokratischen Deadlines herrschen, nicht wahr, geschätzte Zuger Polizei? Sollen wir etwa einen Antrag für Dezember stellen? Der Angriffskrieg auf Nordsyrien startete am 9. Oktober, politischer Druck auf die Türkei ist jetzt nötig. Überlegen Sie sich das nächste Mal eine bessere Ausrede! Der Frauen- und die Klimastreiks in Zug wurden auch stets deutlich knapper als «rund zwei Monate im Voraus» zur Bewilligung eingereicht – und genehmigt.

Die Zuger Polizei sollte doch in der Lage sein, eine Veranstaltung, die fünf Tage vorher angemeldet wurde, sichern zu können. Welches Krisenmanagement würde sie denn führen, wenn sich fünf Stunden früher ein Bedarf bei einem Ereignis abzeichnet? Was für ein Risiko für die öffentliche Sicherheit stellt denn eine schlichte und ruhige Mahnwache überhaupt dar?

Die Türkei geht aktuell weniger zimperlich vor als unsere Zuger Polizei, und vollzieht (ohne jegliche Anträge) eine Menschenrechtsverletzung nach der anderen in Nordsyrien. Lasst uns dagegen aufstehen!

Alain Styger, Unterägeri

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