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KRIMINALITÄT: Fall Romer: Urteilseröffnung trotz Nachfrage erst Ende Jahr

Das Urteil gegen den früheren Zuger FDP-Stadtrat Ivo Romer wird nicht vor Ende Jahr eröffnet. So lange will CVP-Kantonsrat Kurt Balmer aber nicht warten. "Geht das nicht etwas schneller?", wollte er in einer Kleinen Anfrage wissen. Das Obergericht zeigt sich über die Einmischung wenig erfreut.
Die Urteilseröffnung im Fall Ivo Romer findet erst Ende Jahr statt. (Bild: Archiv ZZ)

Die Urteilseröffnung im Fall Ivo Romer findet erst Ende Jahr statt. (Bild: Archiv ZZ)

Balmer betonte in seiner Kleinen Anfrage zwar, dass er die Gewaltenteilung natürlich respektiere und sich nicht in einen Gerichtsfall einmischen wolle. Das Parlament habe aber auch eine Aufsichtsfunktion, fügte er an.

Die Antwort des Zuger Obergerichtes fällt deutlich aus. Wie aus der am Dienstag veröffentlichten Stellungnahme hervorgeht, schätzt das Gericht Balmers Vorstoss überhaupt nicht. Der Anfrager habe ein falsches Verständnis von richterlicher Unabhängigkeit. Übergriffe der Aufsichtsbehörden - also in diesem Fall des Kantonsrats - sowie Eingriffe in den Verfahrensablauf seien nicht angebracht.

300 Seiten lange Anklageschrift

Eine Antwort erhielt Balmer trotzdem noch: Nein, es gehe nicht schneller. Die Anklageschrift sei 300 Seiten lang. Nur schon daran sehe man, dass es sich um ein sehr umfangreiches Verfahren handle.

Die Richterinnen und Richter sowie die Mitarbeitenden der Zuger Justiz seien bestrebt, hochstehende Urteile zu fällen. Dies setze eine seriöse Auseinandersetzung mit dem Stoff voraus. Bei einem solch komplexen Fall sei eine Bearbeitung "innert effektiv kurzer Zeit", wie es Balmer wünschte, schlicht nicht möglich. Balmer muss also definitiv bis Ende Jahr warten.

Witwe um Millionen erleichtert

Dem früheren Stadtrat Ivo Romer wird vorgeworfen, als Vermögensverwalter einer wohlhabenden Witwe mehrere Millionen Franken abgezweigt zu haben. Die Staatsanwaltschaft beantragte beim Prozess vor dem Zuger Strafgericht eine Freiheitsstrafe von 6 Jahren und 10 Monaten wegen Veruntreuung, ungetreuer Geschäftsbesorgung, Betrug, Urkundenfälschung und Geldwäscherei.

Der Verteidiger verlangt einen vollumfänglichen Freispruch. Sein Mandant habe immer nur im Auftrag der alten Dame gehandelt. (sda)

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