Krippen: Gemeinden erhalten mehr Autonomie

Die Gemeinden im Kanton Zug sollen künftig selber entscheiden, wieviel Eltern an Krippen, Mittagstische, Tagesfamilien und Horte bezahlen müssen. Der Kantonsrat hat eine entsprechende Lockerung des Kinderbetreuungsgesetzes beschlossen.

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Ein Kind versteckt sich in einer Zuger Kinderkrippe. (Bild: Archiv Neue ZZ)

Ein Kind versteckt sich in einer Zuger Kinderkrippe. (Bild: Archiv Neue ZZ)

Die bisherige Regelung war einigen Parlamentariern zu starr. Zwei Motionärinnen aus der FDP beantragten deshalb eine flexiblere Regelung, um den verschiedenen Bedürfnissen der unterschiedlichen Gemeinden gerecht werden zu können. Der Rat stimmte ihnen mit 52 zu 18 Stimmen zu.

Bisher waren die Gemeinden verpflichtet, die Leistungsfähigkeit der Eltern als Berechnungsgrundlage für die Elternbeiträge zu nehmen. Neu muss laut Gesetz einzig gewährleistet sein, dass auch Kinder aus einkommenschwachen Familien Zugang zu den Angeboten haben.

Die SVP plädierte erfolglos dafür, das Gesetz ganz abzuschaffen. Jede Gemeinde solle ihr Angebot selber regeln, argumentierte sie. Auch sei Kinderbetreuung in erster Linie Sache der Eltern.

sda