Kommentar

Krisen fördern die Innovation

Heute, Samstag, 24. Oktober, wäre eigentlich ein Festtag für den Kanton Zug. Die Zuger Messe würde glanzvoll eröffnet – wäre da nicht die Coronapandemie. Dass die Messe nicht stattfinden kann ist bedauerlich, bringt aber das Beste in vielen Unternehmerinnen und Unternehmern zum Vorschein, ist Harry Ziegler, Chefredaktor der «Zuger Zeitung» überzeugt.

Harry Ziegler
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Harry Ziegler.

Harry Ziegler.

Bild: Stefan Kaiser

Es ist bedauerlich, dass die Zuger Messe, die heute hätte eröffnet werden sollen, abgesagt werden musste. Der Entscheid ist vor dem Hintergrund der aktuellen Pandemie aber absolut richtig. Bedauerlich ist der Entscheid nicht nur für die erwarteten Besucherinnen und Besucher – 2019 waren es 80'000. In gewissen Fällen ist die Absage existenzbedrohend für den einen oder anderen meist kleineren Aussteller.

Trotz aller Angst um die Zukunft – die Absage der Zuger Messe birgt auch Hoffnung. Einerseits, weil man sich auf die kommende Messe freuen kann. Andererseits bringt gerade die aktuelle Krise das Beste in den verschiedenen Unternehmerinnen und Unternehmern hervor: ihre Innovationsfähigkeit. Zwar sorgen sich die Betroffenen zurecht, zu ungewiss sind die momentane Lage sowie die Zukunft. Wie unsere Zeitung am Freitag aufzeigte, stecken die befragten Personen den Kopf keineswegs in den Sand und verzweifeln. Im Gegenteil. Einige setzen auf die Digitalisierung, indem sie beispielsweise virtuelle Rundgänge durch ihr Geschäft anbieten, ihren Onlineshop ergänzen und ausbauen. Oder ganz einfach den Grossanlass «Herbstmesse» auf einige kleinere, coronakonforme Anlässe aufteilen.

Sicher wird die Umsetzung der vielfältigen Ideen Kraft und wohl auch Geld kosten. Den meisten Unternehmen aber ist es wichtig, den Kontakt zu den Kundinnen und Kunden nicht abreissen zu lassen. Und dafür tun sie vieles. Aber vor allem eines – sie erfinden sich und ihr Unternehmen neu. Chapeau!