KULINARIK: Hier gibts Walliser Köstlichkeiten und Raritäten

Am Sonntagabend kochten Walliser an der Zuger Messe ein Gala-Menü. Und ein Kellermeister offenbarte dazu seine Raritäten.

Charly Keiser
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«Tenne»-Küchenchef Fernando Michlig zeigt Verena Merz, wie die Vorspeise angerichtet werden muss. (Bild Charly Keiser)

«Tenne»-Küchenchef Fernando Michlig zeigt Verena Merz, wie die Vorspeise angerichtet werden muss. (Bild Charly Keiser)

Reporter Charly Keiser nimmt auf einer Harley-Davidson Platz. (Bild: Stefan Kaiser / Neue ZZ)
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Reporter Wolfgang Holz testet – und zieht die Blicke auf sich. (Bild: Stefan Kaiser / Neue ZZ)
Sie merken erst, dass sie bestohlen wurden, als Christophe Ambre (rechts) ihnen die Beute unter die Nase streckt. (Bild: Stefan Kaiser / Neue ZZ)
«Tenne»-Küchenchef Fernando Michlig zeigt Verena Merz, wie die Vorspeise angerichtet werden muss. (Bild: Charly Keiser)
Daniela Broghammer vom Grenzwachtkorps erklärt Jonas Marty (links) und Marco Wiget die Utensilien des Einsatzfahrzeugs. (Bild: Roger Zbinden / Neue ZZ)
Unverhoffter Nachwuchs: In der Nacht auf Samstag – kurz bevor die Zuger Messe
ihre Tore öffnete – haben in deren Streichelzoo zwei schwarze Schafe das Licht der
Welt erblickt. Argwöhnisch und nervös beobachtet deren Mutter, wie die Chamerin
Cornelia Styger die beiden Wollknäuel auf ihren Schoss nimmt.
Riesenrad an der Zuger Messe. (Bild: Roger Zbinden / Neue ZZ)
Der Stadtrat von Zug hatte alle Interessenten der Zuger Wirtschaft zum 6. Zuger Wirtschaftszmittag am Montag, 27. Oktober eingeladen. Dieser Anlass für 
Mitglieder der Zuger Wirtschaftskammer und Begleitpersonen fand erstmals an der 
Zuger Messe statt.
 
Der Vorsteher des Finanzdepartements der Stadt Zug, Dr. Karl Kobelt, begrüsste zusammen mit Peter Binggeli, Geschäftsführer der Messe Zug AG, die anwesenden über 400 Gäste. Peter Binggeli präsentierte im Rahmen dieser Veranstaltung Facts & Figures der Messe Zug AG und erläuterte, dass die Zuger Messe mit ihren 450 Ausstellern die grösste und erfolgreichste Herbstausstellung für Handel und Gewerbe in der Zentralschweiz sei und jährlich über 80'000 Besucher anziehe.
Nach diesen Kurzinformationen zur Zuger Messe 2014 ging man zum Lunch über, welcher im Restaurant Ägerital stattfand. Die Vertreterinnen und Vertreter der Zuger Wirtschaft nutzten diese Gelegenheit im Rahmen der Messe für einen regen Meinungsaustausch und interessante Gespräche.
Regierungsrat Matthias Michel erläutert den Unterschied zwischen Apps und der Realität an der Eröffnung. (Bild: Charly Keiser / Neue ZZ)
Im Fokus: Riesenrad (Bild: Roger Zbinden / Neue ZZ)
Aussteller auf der Schlussgeraden: Bald gehts los. (Bild: Werner Schelbert / Neue ZZ)
Rolf und Gaby Hurni füllen einen in den Stand eingebauten
Stauraum auf. (Bild: Werner Schelbert / Neue ZZ)
Dominique d’Angelo drappiert die Auslage. (Bild: Werner Schelbert / Neue ZZ)
Riesenrad an der Zuger Messe. (Bild: Roger Zbinden / Neue ZZ)

Reporter Charly Keiser nimmt auf einer Harley-Davidson Platz. (Bild: Stefan Kaiser / Neue ZZ)

Das Wallis – genauer das Goms – ist diesjährige Gastregion an der Zuger Messe. Das ist besonders erfreulich für Feinschmecker, die gerne Walliser Spezialitäten essen und Wein aus dem Wallis geniessen. Am Sonntagabend kamen die rund hundert Gäste des traditionellen Gala-Abends mit dem Gala-Menü «Goms Kulinarisch» zum entsprechenden Handkuss. Fünf Walliser Küchenchefs und eine Kellerei sorgten für das Wohl der Besucher.

Enge Platzverhältnisse

Ein Blick hinter die Kulissen zeigt: Es ist alles andere als einfach, einen Siebengänger in Topqualität im Restaurant Heidy und Peter an der Zuger Messe zuzubereiten. Denn der Platz für die Köche und das Servicepersonal ist äusserst knapp und stellt höchste Anforderungen an Organisation und Logistik.

Da hingen Bilder der Menügänge an der Wand, Dutzende Platten mit den Zutaten standen bereit – es war kaum zu glauben, dass die Teller schliesslich rechtzeitig auf den Tischen landen. «Wir müssen im letzten Moment anrichten», erklärte Fernando Michlig, Küchenchef des Hotels Restaurant Tenne in Gluringen, der für den Vorspeise- und den Käseteller verantwortlich ist. «Denn die Speisen müssen die richtige Temperatur aufweisen, und alles muss möglichst frisch sein.»

Wer gemütlich zu Tisch sass, als der schmackhafte Gruss aus der Küche – kreiert durch die Gommerstuba in Niederernen – servierte wurde, war sich dessen wohl nicht bewusst. Ein Service wie in einem Gourmetrestaurant liess die Gäste vergessen, wo sie sich eigentlich befanden.

Vergessene Sorten

Zu jedem Gang servierte das Personal einen Walliser Wein von der Kellerei Chanton. Josef-Marie Chanton, Sohn des Firmengründers Oskar, kommentierte die Tropfen, die teils erlesen und äusserst rar sind. Wer hat schon von Himbertscha oder Gwäss gehört? Oder von Eyholzer Roter? Dabei handelt es sich um alte Sorten des Oberwallis, die aus der fast gänzlichen Vergessenheit hervorgeholt, angebaut, gepflegt und auch bekannt gemacht werden, wie Chanton erklärte.

Es folgte Gang auf Gang, Wein auf Wein, und für jeden Geschmack gabs einen Höhepunkt. «Ich bin sehr zufrieden – genau wie meine Gäste», sagt Gastgeberin Heidy Merz und strahlt übers ganze Gesicht.

Wer das Gala-Menü der Gommer verpasst hat, muss sich aber keine Sorgen machen. Denn noch während der gesamten Messe werden im Restaurant Heidy und Peter Spezialitäten aus dem Goms sowie Walliser Weine serviert.

Hinweis

Reservationen unter 079 326 00 76.