KULTUR: Atelierstipendiaten für Buenos Aires und Kairo

Die drei Zuger Kunstschaffende erhalten Aufenthaltsstipendien der Stadt. Und werden nach ihrer Rückkehr die Arbeiten in Zug vorstellen

Merken
Drucken
Teilen
Die Zuger Fotografin Alexandra Wey. (Bild: Werner Schelbert / Neue ZZ)

Die Zuger Fotografin Alexandra Wey. (Bild: Werner Schelbert / Neue ZZ)

Die Kulturkommission der Stadt Zug hat die Aufenthaltsstipendien für die Ateliers in Buenos Aires und Kairo vergeben. Wie es in der Mitteilung der Stadt Zug vom Montag heisst, reisen die zwei Zuger Kulturschaffenden und Videokünstler Martin Riesen und Lukas Meier nach Buenos Aires; die Fotografin Alexandra Wey wird ein halbes Jahr in Kairo arbeiten.

Martin Riesen und Lukas Meier hätten die Kommission mit ihrer Idee überzeugt, einen audiovisuellen Austausch zu starten. Gemeinsam mit lokalen VJs, Veranstaltern und Musikern experimentieren und arbeiten sie vom Juli bis Dezember 2014 vor Ort zusammen. Gemäss Angaben der Stadt sollen so Sprachbarrieren überwunden und unterschiedliche Lebensstile und Ansichten einander näher gebracht werden. Das künstlerische Resultat werde sowohl in Buenos Aires als auch in Zug präsentiert.

Politische Reaktionen und ein ruhiges Kairo

Die Zugerin Alexandra Wey (36) reist in der ersten Jahreshälfte 2015 nach Kairo. Die Fotografin sammelte in dieser lauten und chaotischen Stadt am Nil bereits vor einiger Zeit erste Erfahrungen und beabsichtigt nun, noch tiefer in das dortige Leben einzutauchen. Dabei interessiere sie die Frage, wie die lokale Kunstszene auf die politischen und gesellschaftlichen Konflikte reagiert, heisst es in der Medienmitteilung der Stadt Zug.

Wey, die bereits über Arabischkenntnisse verfügt, steht zu diesem Zweck bereits in Kontakt mit lokalen Kunstschaffenden und Experten. Gleichzeitig möchte sie über die Fotografie auch eine andere Seite Kairos zeigen: Nicht die überfüllten Strassen und die Demonstranten, sondern die ruhigen Ecken, die stillen Momente – ein menschenleeres Kairo, trotz 16 Millionen Einwohne, wie es heisst.

Kairo, Buenos Aires, Genua

Die Stadt Zug bietet ihren Kulturschaffenden Atelieraufenthalte in Kairo, Buenos Aires und Genua. Ein Aufenthalt in einem der Atelierhäuser beinhaltet unentgeltlichen Wohn- und Arbeitsraum sowie einen Lebenskostenzuschuss von 1500 Franken im Monat. Das Stipendium in Argentinien wurde von der Stadt Zug zum ersten Mal als Ersatz für das bisherige in Indien (Varanasi) vergeben.

pd/kst