Kultur
Das Ägerital erhält seine eigene Lesebühne

Das Café Brändle wird jetzt noch mehr zum Literatur-Hotspot: Regelmässig werden hier Leseshows stattfinden. Bereits am Dienstag geht's los.

Andreas Faessler
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Was an der St.-Oswalds-Gasse 11 in Zug seit vielen Jahren Tradition hat, soll nun auch in Unterägeri einen «Ableger» finden: Fortan wird das Café Brändle an der Zugerstrasse 23 alle zwei Monate zur Lesebühne. Gastgeber ist Thomas Brändle persönlich, der nicht nur Betreiber der Café-Konditorei ist, sondern sich auch selbst einen Namen als Schriftsteller sowie Autor von Kurzgeschichten, Kolumnen und Romanen gemacht hat.

Konditor und Literat Thomas Brändle will sein Café regelmässig zur Lesebühne machen.

Konditor und Literat Thomas Brändle will sein Café regelmässig zur Lesebühne machen.

Bild: Stefan Kaiser (Unterägeri, 26. Februar 2021)

Diese neue, regelmässige Veranstaltungsreihe in Unterägeri führt Brändle gemeinsam mit Judith Stadlin und Michael van Orsouw von der Satz&Pfeffer-Lesebühne im Oswald's Eleven durch. «Die Idee der Kooperation ist bereits vor über einem Jahr entstanden», sagt Thomas Brändle dazu. Er habe jedoch schon davor mit dem Gedanken gespielt, seine Restauration zu einem Café littéraire zu machen. Und als Stammgast der Lesebühne von Stadlin und van Orsouw sei schliesslich das Konzept gereift, welches am kommenden Dienstag unter dem Titel «Stückli am 7ni» sein Début feiern wird.

Début erfolgt ohne live Publikum

Alle zwei Monate – so ist es vorgesehen – tragen die drei Schriftsteller abwechslungsweise kurze literarische Gustostückerln vor, «frisch gebacken, frisch geschrieben, frisch präsentiert». Auf das im eigentlichen Sinne frisch Gebackene vor Ort jedoch müssen Literaturfreunde bei der ersten Durchführung von «Stückli am 7ni» verzichten, da diese den aktuellen Vorschriften des Bundes zufolge ohne physisch anwesendes Publikum stattfinden muss. Das Ganze wird live via Internet übertragen. «Das ist zwar sehr schade», sagt Gastgeber Brändle. «Aber nachdem der Start eigentlich bereits im vergangenen Herbst geplant gewesen wäre, so wollten wir nun nicht mehr länger zuwarten und haben uns für die Übertragung ins Netz entschieden.» Das Publikum kann sich via Zoom dazu schalten.

Das Début erfolgt mit dem literarischen Trio allein. Für die weiteren Durchführungen sieht Thomas Brändle vor, jeweils einen Gastautor oder eine Gastautorin einzuladen. Die Hoffnung ist gross und die Chance real, dass bei der zweiten Ausgabe wieder Leute im Café sitzen dürfen. Und dann steht dem kulinarisch-kulturellen Kaffeehaus-Literatur-Erlebnis nichts mehr im Wege, denn das «Stückli» im Titel steht nicht nur für die Textperlen auf der Lesebühne, sondern auch für die süssen «Sünden» in der Vitrine.

Der Anlass findet am Dienstagabend, 2. März statt. Anmelden kann man sich per E-Mail via info@cafe-braendle.ch. Als Antwort folgt ein Link, mit dem man sich zuschalten kann. Der Eintrittspreis für diese virtuelle Durchführung ist kostenlos, Kollekte können nach der Show per Banküberweisung getätigt werden. Die virtuelle Zuschaltung erfolgt ab 19.10 Uhr, und die Vorstellung startet um 19.30 Uhr und dauert ca. eine Stunde.