KULTUR: Definitiv kein Kunsthaus am See

Der gesuchte «Supermäzen» wurde nicht gefunden: Der Zuger Stadtrat bricht das Projekt Kunsthaus am See ab.

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Vergangenheit wie das Projekt «Zuger Kunsthaus am See»: Die Ausstellung des Künstlers Dieter Roth im Kunsthaus Zug im September. (Bild: Maria Schmid / Neue ZZ)

Vergangenheit wie das Projekt «Zuger Kunsthaus am See»: Die Ausstellung des Künstlers Dieter Roth im Kunsthaus Zug im September. (Bild: Maria Schmid / Neue ZZ)

«Es ist jetzt fünf nach zwölf» titelte unsere Zeitung am Freitag über die Geldsuche für das Zuger Kunsthaus am See. Prompt verkündet die Zuger Baudirektion am Nachmittag den Stopp des Projekts:

Die Findungskommission habe trotz intensiver Suche bis Ende 2014 keine private Person oder Institution finden können, die bereit gewesen wäre, den vorgegebenen Betrag in das Vorhaben zu investieren. Damit sei für den Regierungsrat und den Stadtrat von Zug eine zentrale Bedingung für die Weiterverfolgung des Projekts nicht erfüllt. Aus diesem Grund hätten die beiden Exekutiven nun beschlossen, das Projekt seitens der öffentlichen Hand nicht mehr weiter zu verfolgen.

Bebauungsplanverfahren nicht tangiert

Das Bebauungsplanverfahren für das Areal des ehemaligen Kantonsspitals sei durch diesen Entscheid nicht tangiert. Das betroffene Baufeld an der geplanten Seeterrasse wäre weiterhin für einen Neubau mit öffentlicher Ausstrahlungskraft vorgesehen.

Im Moment seien allerdings noch keine alternativen Nutzungen zum bisher verfolgten Kunsthaus-Projekt bekannt. Für das Bebauungsplanverfahren wäre dies nicht von Belang, denn der Entscheid für die konkrete Nutzung des Baufeldes könne unabhängig und zu einem späteren Zeitpunkt erfolgen. Das Verfahren laufe weiter. Voraussichtlich findet im Februar die erste Lesung im Grossen Gemeinderat der Stadt Zug statt.

pd/uus

Ein Blick in eine vergangene Ausstellung im Kunsthaus Zug. (Bild: Maria Schmid / Neue ZZ)

Ein Blick in eine vergangene Ausstellung im Kunsthaus Zug. (Bild: Maria Schmid / Neue ZZ)