KULTUR: Die geplante Sanierung neu überdenken

Der Brand der Galvanik verlief glimpflich. Trotzdem sind die Folgen massiv: Die Zukunft der Galvanik ist wieder ungewiss.

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Das Ende eines Kultlokals: Die Galvanik am Tag nach dem Brand. (Bild Stefan Kaiser/Neue ZZ)

Das Ende eines Kultlokals: Die Galvanik am Tag nach dem Brand. (Bild Stefan Kaiser/Neue ZZ)

Carola Breitschmid steht vor der ausgebrannten Galvanik. «Mit dem Programm bis Ende Jahr wollten wir dem alten Gebäude ein Andenken setzen», sagt die Präsidentin der Interessengemeinschaft Galvanik Zug (IGGZ). «Jetzt ist das nicht mehr möglich – und das ist fast das Schlimmste.» Breitschmied kämpft mit den Tränen. Bisher war das Jahr für sie geprägt von Hoffen. Darauf, dass der Kulturbetrieb in der Galvanik weitergeführt werden kann. Denn die Feuerpolizei und die Gebäudeversicherung forderten strengere Feuerschutzauflagen und drohten mit dem Entzug der Betriebsbewilligung.

Man suchte nach einer Lösung und fand sie. Und dann dies: In der Nacht auf Sonntag löste sich das Erkämpfte innert Kürze in Flammen auf – just einen Tag nachdem die IGGZ ihre Sommerpause beendete und den letzten Programmblock in Angriff nahm.

Die Stadt Zug steht weiter hinter der Galvanik
Jetzt steht man wieder da, wo man Ende 2007 war: Die Zukunft der Galvanik ist ungewiss. «Wir werden nun die für nächstes Jahr geplante Sanierung neu überdenken müssen», sagt Hans Christen, Finanzchef der Stadt Zug. «Es ist eine total neue Ausgangslage.» Christen hat am Sonntagmorgen einen Augenschein genommen. Der materielle Schaden sei gross, könne aber noch nicht abgeschätzt werden, sagt er. «Nun muss abgeklärt werden, wie weit die Bausubstanz des Gebäudes beschädigt wurde.» Allenfalls müsse die Galvanik teilweise oder sogar ganz abgerissen werden – und das käme teuer.

«Alle freuten sich auf das Programm», erzählt Carola Breitschmid. Nun sei unklar, wie weit dieses durchgeführt werden könne. «Einzelne Sachen werden wir sicher absagen müssen.» Den grossen Teil versuche man aber an anderen Orten durchzuführen. Und auch die Stadt steht der IGGZ erneut bei: «Wir helfen, wo wir können», so Stadtpräsident Dolfi Müller. Am Donnerstag findet eine Sitzung über die Einzelheiten des geplanten Umbaus statt: «Der Brand hat uns in dieser Sache nicht weit zurückgeworfen», zeigt sich Müller optimistisch.

Was den Brand verursachte, ist weiterhin unklar. Die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft dauern noch an.

Andreas Oppliger

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Dienstag in der Neuen Zuger Zeitung.