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Kommentar

Kultur ist nicht immer Last, sie ist auch Lust

Der Kulturlastenausgleich zwischen den Kantonen ist eine freundeidgenössische Pflicht, schreibt Harry Ziegler, Chefredaktor der «Zuger Zeitung», zur Debatte darüber im Zuger Kantonsrat.
Harry Ziegler
Harry Ziegler

Harry Ziegler

Zugegeben, Kultur ist manchmal tatsächlich eine Last. Vor allem, wenn man die Aussage der Künstlerin oder des Künstlers in deren Werk nicht versteht oder partout anders sehen will. Geistige Last ist Kultur dann.

Kultur ist kostenlos nicht zu haben. Kultur, die der Kanton Zug nicht anbietet, aber die von den Zugerinnen und Zugern auswärts genossen wird, kostet auch. Deshalb gibt es den Kulturlastenausgleich, in den Zug dieses Jahr 2,7 Millionen Franken zahlt. Geld, das den grossen Kulturveranstaltern Opernhaus Zürich oder KKL in Luzern und anderen zugute kommt. Alles Institutionen, die von Zugerinnen und Zugern frequentiert werden.

Solche Häuser sind meist in den Zentren zu finden.Unterhalt, Orchester, Inszenierungen und Stars (denn ohne die kommen die Besucher nicht) sind teuer. Die finanzielle Last, die solche Kultur verursacht, alleine den Orten oder Kantonen aufzubürden, in denen die Kulturtempel stehen, widerspricht dem freundeidgenössischen Prinzip.

Kultur ist ein Kostenfaktor, das schleckt keine Geiss weg. Aber stellen Sie sich vor, sie könnten Kultur nicht mehr erleben – was für ein Verlust. Eine «Aida» im Radio – einfach unvorstellbar ohne Massenszenen. Wagners «Ring des Nibelungen» im Fernsehen – ohne Publikum, grauenhaft. Jackson Pollock im Zelt – das lässt einen schaudern.

Es gilt, wie immer im Leben, darum, den Kompromiss zu finden zwischen allen Kunst­formen und deren Förderung. Also ich finde, 2,7 Millionen Franken aus dem recht vollen Topf des Lotteriefonds sind gut investiert in das, was uns die Kultur in den grossen Häusern Zürichs und Luzern Gutes tut.

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