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KULTUR: Wenn Tanten Tiere werden

Die Quickchance Company lädt zum Zuger Operettensommer ein. Mit dem «Schwarzen Hecht» landet sie einen Volltreffer.
Martin Mühlebach
Der «Schwarze Hecht» begeistert mit Unerwartetem. (Bild: Werner Schelbert (Zug, 26. August 2017))

Der «Schwarze Hecht» begeistert mit Unerwartetem. (Bild: Werner Schelbert (Zug, 26. August 2017))

Martin Mühlebach

redaktion@zugerzeitung.ch

Am Freitagabend verzückte die Quickchance Company 113 Operettenliebhaber mit einer grossartigen Aufführung des musikalischen Lustspiels «Der schwarze Hecht» mit der Musik von Paul Burkhard. Auf der im Freien aufgestellten Bühne in der Gewürzmühle in Zug wurde beste Unterhaltung geboten.

Das aus Jonathan Stich (Klavier), Noelle Grüebler (Geige) und Cécile Grüebler (Cello) bestehende Orchester spielte den Hit «Oh mein Papa», als Mutter Carline (Nicole Sieger) ihre Geburtstagsfeier vorbereitete. Tochter Anna (Kim Fölmli) und der Gärtner Robert (Martin Bacher), der in der Folge auch als Onkel Gustav auftrat, tauschten verliebte Blicke aus, die der gestrengen Carline missfielen. Als die zur Geburtstagsfeier eingeladenen Tanten Paula (Nadia Tamborrini) und Berta (Ronja Borer) mit ihren Gatten Fritz (Jochen Schaible) und Gustav (Martin Bacher) eintrafen, wurde das Wiedersehen ausgiebig gefeiert. Die gute Stimmung kippte, als das schwarze Schaf der Familie, der Zirkusdirektor Alexander Obolski (Björn B. Bugiel), mit seiner charmanten Gattin Iduna (Raya Sorontino) zur geplanten Geburtstagsfeier stiess. Alle Frauen, ausser Anna, wünschten ­Alexander zum Teufel. Nicht zuletzt, weil die Männer die schöne Iduna mit verklärten Blicken anhimmelten. Als der Zirkusdirektor zu zaubern begann und verkündete, Zirkus sei «die Welt der Freiheit», ging plötzlich die Post ab. Die Onkel posierten als Clowns, und die Tanten verwandelten sich in Tiere, die auf Geheiss des Zirkusdirektors Pfötchen gaben. Anna – die aus voller Kehle sang: «Jetz chan i flüüge» – äusserte den Wunsch, mit Alexander und Iduna zum Zirkus zu gehen. Ein tiefgründiges Gespräch zwischen Iduna und Anna und was in der Folge ablief, blieb ebenso offen, wie die Geburtstagsfeier letztlich endete.

Es lohnt sich, dem Zuger Operettensommer selbst einen Besuch abzustatten. Es sind vor allem die vielen schönen Lieder, die hervorragend gesungen werden, die den Besuchern einen unvergesslichen Abend bescheren.

«Würde gern im Publikum sitzen»

Björn B. Bugiel, der als Zirkusdirektor Alexander Obolski auftritt und gleichzeitig Regie führt, gestand unserer Zeitung: «Es gefällt mir, als Protagonist auf der Bühne zu stehen. Als Regisseur und Sänger zugleich habe ich kaum einmal eine Pause, weshalb ich mit meinem Energiehaushalt sparsam umgehen muss. Ich würde gerne einfach im Publikum sitzen und die Aufführung geniessen.» Zumal der Spielort im Freien vor der Gewürzmühle etwas Magisches ausstrahle.

Hinweis: Weitere Aufführungen der Quickchance Company in der Gewürzmühle Zug: 30. 8., «Wiener Blut». 31. 8. und 1. 9., «Die drei von der Tankstelle». 2. 9., «Der schwarze Hecht» – jeweils um 20 Uhr. Am 3. September um 11 Uhr findet die Abschlussgala statt.

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