KULTURHAUS: Kanton greift der Chollerhalle unter die Arme

Die Zuger Chollerhalle hat mehr Besucher, als das Budget verkraften kann. Deshalb leistet der Kanton einen einmaligen ausserordentlichen Beitrag von 50'000 Franken.

Drucken
Teilen
Mich Gerber bei seinem Auftritt in der Chollerhalle im Juli 2009. (Bild Werner Schelbert/Neue ZZ)

Mich Gerber bei seinem Auftritt in der Chollerhalle im Juli 2009. (Bild Werner Schelbert/Neue ZZ)

Bereits für das Jahr 2007 hat die Chollerhalle vom Kanton und der Stadt Zug eine Erhöhung des Jahresbeitrags zugesprochen erhalten. Am neuen Standort an der Stadtgrenze zu Cham, der Chollermüli, hat sich mehr Publikum eingefunden als bisher in Baar in der Spinnihalle. Dadurch hat sich aber auch betriebsintern ein Mehraufwand ergeben, wie das Amt für Kultur mitteilt.

Negative Bilanz trotz Erfolg
Nun hat sich diese Situation unter der Leitung von Hildegard Muri (Administration) und Peter Holdener (Programm), die seit letztem Herbst in dieser Verantwortung sind, verschärft, wie es weiter heisst. Die Trägerschaft der Chollerhalle, die IG Kultur Zug, ist deshalb beim Kanton vorstellig geworden und bittet um einen ausserordentlichen Beitrag für das Jahr 2009, ohne den die Chollerhalle für 2009 eine negative Bilanz ziehen müsste.

Gelderfluss mit Auflagen
Der Regierungsrat hat nun beschlossen, an die Chollerhalle einmalig den ausserordentlichen Beitrag von 50'000 Franken zu leisten – unter der Bedingung, dass die Betriebsstruktur, die Organisation und die Finanzen von einem externen Experten mit Erfahrung im Bereich Kulturinstitutionen durchleuchtet werden. Diese Resultate sollen in die Diskussion um zukünftige Betriebsbeiträge einfliessen, denn parallel dazu ist eine Erhöhung der Betriebsbeiträge ab 2010 beim Kanton in Arbeit. Auch für den Mehraufwand des Experten kommt der Kanton auf, ist es doch erklärtes Ziel, dass die Chollerhalle ab 2010 mit gesicherten Finanzen ihre Arbeit langfristig fortsetzen kann, wie es weiter heisst.

scd