KULTURLASTENAUSGLEICH: «Ein Nein schadet unserem Image»

Die Zuger SVP will die Zürcher und Luzerner Kultur nicht stärker subventionieren. Mehr Geld zahle sich aus, hält der Zuger Kulturchef Patrick Cotti dagegen.

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Patrick Cotti, Direktion für Bildung und Kultur. (Archivbild Patrick Lüthy/Neue ZZ)

Patrick Cotti, Direktion für Bildung und Kultur. (Archivbild Patrick Lüthy/Neue ZZ)

Der Kanton Zug soll pro Jahr 2,2 Millionen Franken an kulturelle Einrichtungen in Zürich und Luzern überweisen. Der Kantonsrat hat dazu im Frühjahr klar Ja gesagt. Die SVP war im Rat dagegen und ergriff erfolgreich das Referendum. Das letzte Wort hat nun das Zuger Volk am 30. November.

Der Kanton Zug überweist schon heute jährlich eine Millionen Franken an kulturelle Einrichtungen in der Region. Bis jetzt erfolgen diese Zahlungen allerdings auf freiwilliger Basis. Nun sollen sie in eine interkantonale Vereinbarung integriert werden. Die definierte Summe wurde aufgrund der Annahme von jährlich 18'000 Zuger Besuchern in Zürcher respektive Luzerner Kultureinrichtungen definiert. «Bis jetzt haben wir anteilmässig zu wenig bezahlt», sagt der Zuger Bildungsdirektor Patrick Cotti.

Was ist mit dem NFA?
Eines der von der SVP vorgebrachten Argumente: Der Kanton Zug überweist ja schon jetzt – im laufenden Jahr sind es rund 180 Millionen Franken – in den Neuen Finanzausgleich (NFA). Und damit habe Zug seine diesbezüglichen Verpflichtungen erfüllt. Der fürs Geschäft zuständige Regierungsrat Patrick Cotti kontert jedoch: «Die Unterstützung von kulturellen Einrichtungen ist durch den NFA gar nicht abgegolten.» Er ist überzeugt, dass Zug eine «günstige Vereinbarung ausgehandelt hat».

Dies vor allem im Hinblick darauf, dass der Bund die Möglichkeit hätte, die Vereinbarung für allgemein verbindlich zu erklären. «Das würde dann teurer», warnt Patrick Cotti. Für Cotti ist aber noch ein anderer Aspekt zu berücksichtigen: «Wir müssen regional und nicht nur kantonal denken.» Oder anders ausgedrückt: «Wir unterstützen kulturelle Einrichtungen, die wir uns selbst nicht leisten können.» Eine Ablehnung wäre jetzt «das falsche Signal». Mit «einem grossen Imageschaden für den Kanton Zug».

Marco Morosoli

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Freitag in der Neuen Zuger Zeitung.