KULTURLASTENAUSGLEICH: Zug unterstützt Kultur in Luzern und Zürich

Der Kanton Zug zeigt sich solidarisch: Er zahlt ab 1. Januar 2010 mit 2,2 Millio­nen Franken mehr als doppelt soviel wie bisher an überregionale Kultureinrich­tungen in Zürich und Luzern.

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Das World Band Festival im KKL in Luzern. (Bild Pius Amrein/Neue LZ)

Das World Band Festival im KKL in Luzern. (Bild Pius Amrein/Neue LZ)

Dies aufgrund der «Vereinbarung über die interkantonale Zusammenarbeit im Bereich überregionaler Kultureinrichtungen» – des so genannten Kulturlastenausgleichs – der zu diesem Zeitpunkt in Kraft treten kann.

Mit diesem Beitrag anerkennt der Kanton Zug die überregionale Bedeutung und die Qualität sechs etablierter Kulturinstitutionen, die auch von der Zuger Bevölkerung intensiv genutzt werden, schreibt die Zuger Direktion für Bildung und Kultur in einer Mitteilung.

Grossteil des Geldes fliesst nach Zürich
Die Veranstaltungen in diesen Häusern stünden nicht in Konkurrenz zum Zuger Kulturleben. Im Gegenteil: «Sie sind eine ideale, attraktive Ergänzung und Bereicherung auf höchstem Niveau.»

Von den 2,2 Millionen Franken gehen rund 1,8 Millionen an die Zürcher Institutionen und 400'000 Franken an die Luzerner Institutionen. Es handelt sich dabei allerdings nicht um Pauschalbeträge. Abgegolten werden damit vielmehr die tatsächlich erfolgten Besuche der Zugerinnen und Zuger in den einzelnen Einrichtungen.

Zielgerichtete Kulturförderung
Der Kanton Zug unterstützt die Förderung des hiesigen Kulturschaffens zudem mit jährlich rund 5,7 Millionen Franken, wovon 2,8 Millionen an die grossen Zuger Kulturinstitutionen fliessen, der Rest geht an das freie Zuger Kulturschaffen.

Laut Mitteilung soll dieses weiter mit eigenen Kulturprojekten wie dem bereits angelaufenen «Ambulatorium» in Baar oder der Umsetzung des Projektes Kulturwerkstatt Theilerhaus in der Stadt Zug ergänzt und unterstützt werden. Ebenso ist die kantonale Kulturförderung involviert bei der Schaffung von Kulturraum für Junge Kultur.

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