KULTURZENTRUM: Galvanik: «Ohne Hilfe sehe ich schwarz»

Die Galvanik-Leute haben nach dem Brand des Kulturlokals Unterschlupf gefunden. Trotzdem ist noch vieles ungewiss. Und: An die Brandversion der Polizei will der Galvanik-Geschäftsführer nicht glauben.

Drucken
Teilen
Im Bild Eila Rotzler (links) und Elija Boss. Eila Rotzler  ist soziokulturelle Animatorin der Industrie 45 und Elija Boss ist der Geschäftsführer des Galvanik. Aufgenommen in der Industrie 45 in Zug.

24. September 2008

2008

Dominik Hodel (Neue ZZ) (Bild: (Neue Zuger Zeitung))

Im Bild Eila Rotzler (links) und Elija Boss. Eila Rotzler ist soziokulturelle Animatorin der Industrie 45 und Elija Boss ist der Geschäftsführer des Galvanik. Aufgenommen in der Industrie 45 in Zug. 24. September 2008 2008 Dominik Hodel (Neue ZZ) (Bild: (Neue Zuger Zeitung))

Bereits morgen Freitag nimmt die Galvanik ihr Programm wieder auf in der Industrie 45 . Dort wird die K.O.S. Crew, eine Zürcher Reggae-Gruppe, zusammen mit weiteren Gästen auftreten. «Die Leute der Industrie 45 sind sehr entgegenkommend und haben uns Obdach angeboten», sagt Elija Boss, seit August Geschäftsführer der Galvanik. «Wir versuchen nun, möglichst viel vom Programm, das wir bereits geplant hatten, in der Industrie 45 durchzuführen.»

Hoffen auf die Versicherung
Doch ganz ohne Abstriche ist das nicht möglich. «Das Konzert von morgen Freitag findet nun ohne den Zürcher Rapper Phenomden statt aus Platzgründen», so Boss. Für andere Anlässe will man ausweichen, zum Beispiel in die Spinnerei oder den Gemeindesaal in Baar. «Wir sind aber auf Unterstützung der Stadt, des Kantons und der Gemeinde Baar angewiesen», erklärt Boss. «Denn ohne finanzielle Hilfe sehe ich schwarz.»

Boss dementiert zudem die Brandversion der Polizei. «Dass mit einem Staubsauger Zigaretten und Asche aufgesaugt wurden, ist falsch. Unser Reinigungspersonal macht sowas nicht, die verfügen alle über eine feuertechnische Ausbildung.» Man nehme an, dass jemand brennende oder ungenügend gelöschte Zigaretten in das Rohr des hinter der Garderobe abgestellten Staubsaugers warf.

Andreas Oppliger

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Donnerstag in der Neuen Zuger Zeitung.