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KUNSTFÖRDERUNG: Zug schickt Künstler in alle Welt

Einmal mehr vergibt der Kanton Zug seine Atelierstipendien. Künstlerinnen und Künstler werden in New York, Berlin, im Senegal und in Kroatien arbeiten.
Der Kabarettist Michael Elsener wird ausgezeichnet. (Bild: pd/Philippe Hubler)

Der Kabarettist Michael Elsener wird ausgezeichnet. (Bild: pd/Philippe Hubler)

Regelmässig vergibt der Kanton Zug die so genannten Atelierstipendien an Kunstschaffende. Dieses Förderinstrument basiert auf der Idee, dass sich Künstlerinnen und Künstler in einem ­lebendigen, urbanen Umfeld und in einer künstlerisch stimulierenden Atmosphäre ohne finanziellen Druck intensiv einem bestimmten Projekt oder dem freien künstlerischen Schaffen widmen können. Auch bietet sich den Stipendiatinnen und Stipendiaten die Möglichkeit, während mehrerer Monate aus dem vertrauten Umfeld herauszutreten, sich dem internationalen Vergleich zu stellen und – im Hinblick auf den Verlauf der weiteren Karriere – wertvolle Kontakte zu knüpfen.

Der Kanton Zug unterhält seit Oktober 1997 ein Wohnatelier in Berlin und vergibt dieses für einen Aufenthalt von vier bis sechs Monaten. Seit März 2000 unterhalten die Zentralschweizer Kantone Zug, Schwyz, Uri, Ob- und Nidwalden überdies gemeinsam ein Wohnatelier in New York, und Zug kennt seit 2013 auch das so genannte «Atelier Flex». Für dieses Reise­stipendium können sich professionelle Zuger Kunstschaffende aller Sparten bewerben. Das «Atelier Flex» ist nicht an ein existierendes Atelier gebunden. Alle Ateliers werden aus dem Lotteriefonds finanziert.

Ein Zuger und eine Glarnerin in Berlin

2017 sind insgesamt vierzehn Bewerbungen für die Zuger Atelierstipendien eingegangen, wie das Zuger Amt für Kultur mitteilt. Die kantonale Kulturkommission hat die Dossiers geprüft. Der Zuger Gewinner für das Atelier in New York heisst Pirmin Beeler. Während vier Monaten wird der Illustrator sein Projekt «gezeichnetes Reisetagebuch» weiterverfolgen und Kontakte mit Verlegern und Agenturen knüpfen.

Das Berliner Atelier geht an den Zuger Kabarettisten Michael Elsener. Er wird dort an neuen Stücken arbeiten, Einstudiertes vor Publikum ausprobieren und sich im Bereich Storytelling und Dramaturgie weiterbilden. Und die Künstlerin Maria Josefa Lichtsteiner aus Unterägeri plant, ihr Projekt «Herbarium der Sehnsucht» in Berlin weiterzuführen. Alle drei bis vier Jahre darf ausserdem der Kanton Glarus einen Platz im Zuger Atelier in Berlin vergeben. Die Hans-Streiff-Stiftung ist im Kanton Glarus für die Vergabe zuständig und hat sich diesmal für die Künstlerin Susan Honegger entschieden. Die 67-jährige Glarner Zeichnerin wird sich in der deutschen Hauptstadt einem Comic-Projekt widmen.

Das «Atelier Flex»-Stipendium wird der Künstler Romuald Etter nutzen, um sich für drei Monate in Dakar im Senegal niederzulassen und vor Ort seine Experimente mit Siebdruck, afrikanischen Textilien und Malerei weiterzuführen. Und die Oberägerer Fotografin Eva Iten, ebenfalls «Atelier Flex»-Begünstigte, möchte das Reisestipendium für die fotografische Dokumentation und Recherche zu den 1988 geschlossenen Inselgefängnissen Goli Otok und Sveti Grgur in Kroatien nutzen. (red)

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