Kunsthaus soll aufs ehemalige Spitalgelände

Die Stiftung der Freunde Kunsthaus Zug macht mobil für den neuen Museums-Standort auf dem ehemaligen Kantonsspital-Gelände. Das Gelände biete dem Museum genug Raum und belebe das neue Quartier im Süden der Stadt.

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Das Areal des ehemaligen Kantonsspitals in Zug. (Bild: Christof Borner-Keller/Neue ZZ)

Das Areal des ehemaligen Kantonsspitals in Zug. (Bild: Christof Borner-Keller/Neue ZZ)

Der Zuger Kantonsrat entscheidet an einer seiner nächsten Sitzungen darüber, auf welchem Gelände der Neubau des Zuger Kunsthauses realisiert werden soll. Die kantonale Baudirektion hat dazu bereits im Februar mitgeteilt, dass das Gelände, auf dem früher das Kantonsspital stand, den meisten Zuspruch geniesse.

Die Baudirektion hatte vom November 2010 bis zum Januar 2011 zwei mögliche Standortvarianten in die öffentliche Vernehmlassung geschickt: das Kantonsspitalareal und das Dreispitzareal beim Zuger Bundesplatz.

In der Mehrheit der 80 Stellungnahmen wurde das Kantonsspital- Gelände bevorzugt. Die Lage in Seenähe und die Grundstücksgrösse gaben dabei jeweils den Ausschlag.

Die Stiftung der Freunde Kunsthaus Zug betonte am Dienstag, am Kantonsspital-Standort sei genügend Platz für ein vergrössertes Kunsthaus, für ein begehbares Sammlungsarchiv, einen multifunktionalen «Raum der Künste» und ein Bistro.

Das seit 1980 bestehende Kunsthaus platzt am heutigen Standort aus allen Nähten. Für die Zukunft des Kunsthauses Zug sei es entscheidend, dass es «einerseits seine Sammlungen dauerhaft präsentieren und andererseits Wechselausstellungen konzipieren kann, die als Besuchermagnet wirken», so Kunsthausdirektor Matthias Haldemann.

35 Millionen Franken Baukosten

Das neue Kunsthaus soll denn auch 3500 Quadratmeter gross werden statt der heutigen 1250 Quadratmeter. Die Stiftung rechnet mit Neubaukosten von gut 35 Millionen Franken.

Die Baukosten sollen von der Stiftung, Kanton und Stadt Zug sowie den übrigen Zuger Gemeinden und Sponsoren finanziert werden. Bereits heute - also noch vor dem Standortentscheid des Kantonsrats - habe die Stiftung aber Zusagen über 5,5 Millionen Franken für den Bau und den Betrieb des neuen Kunsthauses, hiess es am Dienstag.

Weitere 3,5 Millionen Franken will die Stiftung durch den Verkauf des heutigen Kunsthauses besteuern können. Den Unterhalt des Neubaus von jährlich etwa 3 Millionen Franken wird weiterhin die Zuger Kunstgesellschaft sicherstellen.

Kanton und Stadt werden sich daran beteiligen. Das tun sie bereits heute, wo sich die Betriebskosten auf 2,2 Millionen Franken jährlich belaufen.

sda/ks