Kunsthaus Zug zeigt Kubin und Klimt

Der österreichische Zeichner, Illustrator und Autor Alfred Kubin (1877-1959) steht im Mittelpunkt einer Ausstellung im Kunsthaus Zug. Vom 8. Dezember bis 10. März 2013 werden rund 150 Werke aus der Sammlung des Wiener Leopold Museums gezeigt, ergänzt durch Arbeiten aus dem Kunsthaus Zug.

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Gustav Klimts Gartenlandschaft mit Bergkuppe aus dem Jahr 1916 (Bild: Stiftung Sammlung Kamm, Zug)

Gustav Klimts Gartenlandschaft mit Bergkuppe aus dem Jahr 1916 (Bild: Stiftung Sammlung Kamm, Zug)

«Alfred Kubin - Das letzte Abenteuer» ist seit fast drei Jahrzehnten die erste umfassende Präsentation Kubins in der Schweiz, wie das Kunsthaus Zug mitteilte. Gezeigt werden Arbeiten aus allen Schaffensperioden. Mit Werken der Wiener Moderne und des Blauen Reiters werde ein Kontext zum eigenwilligen Oeuvre Alfred Kubins skizziert und seine Wirkungsgeschichte veranschaulicht.

Dabei zeigen sich auch überraschende Analogien zu heutigen Positionen. Besucherinnen und Besucher können in das Traumreich Kubins eintauchen mit seinen berückenden Fantasiebildern der menschlichen Psyche und einer untergehenden Zivilisation, wie die Ausstellungsmacher versprechen.

Ganz der Grafik verschrieben

Kubin hat sich als erster Künstler ganz der Grafik verschrieben, ausserdem war er ein wichtiger Autor und Illustrator. So hat er 1909 seinen selbst illustrierten Roman «Die andere Seite» publiziert, der grosse literarische Wirkung entfaltete. Neben seinen eigenen Texten illustrierte er rund 60 Bücher anderer Autoren wie Edgar Allan Poe, Fjodor Dostojewski oder August Strindberg.

Die in der Zuger Ausstellung gezeigten Bücher stammen aus dem Lentos Kunstmuseum Linz und dem Museum der Moderne in Salzburg. Nach der grossen Zeichnungsausstellung zu Egon Schiele im Jahr 2001 setzt das Kunsthaus Zug mit der Kubin-Ausstellung seinen Austausch mit österreichischen Institutionen fort. Ausserdem wird das Thema Wort/ Bild nach der Pétér-Nádas-Ausstellung weitergeführt.

Ausserdem zeigt das Kunsthaus Zug in einem separaten Saal sämtliche Arbeiten von Gustav Klimt aus der Stiftung Sammlung Kamm, darunter drei Gemälde und über zwanzig Papierarbeiten. Die Präsentation wird ergänzt durch wichtige Zeichnungen aus dem Museum Leopold. Anlass für die Schau ist der 150. Geburtstag von Gustav Klimt im Jahr 2012.

sda