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Kurioses und Überraschendes hat es in der Zuger Altstadt zu sehen gegeben

Der Flohmarkt hat viele Besucher in die Altstadt gelockt. Es ist ein Anlass, der für viele manch Interessantes verborgen hält und dessen besonderes Konzept sich einmal mehr bezahlt gemacht hat.
Livio Viggiano
Wühlen gehört bei einem Flohmarkt dazu. (Bild: Maria Schmid (Zug, 8, September 2018))
Bücher sind ein Klassiker. (Bild: Maria Schmid (Zug, 8, September 2018))
Die Kulisse stimmt. (Bild: Maria Schmid (Zug, 8, September 2018))
Die Chance auf ein Schnäppchen besteht immer. (Bild: Maria Schmid (Zug, 8, September 2018))
Viele Besucher sind da. (Bild: Maria Schmid (Zug, 8, September 2018))
5 Bilder

Der Flohmarkt in der Zuger Altstadt lockt viele Schnäppchenjäger an

Die Zuger Altstadt präsentierte sich am Samstag in einem ungewohnten Bild. Stand reihte sich an Stand, die zahlreichen Besucher füllten die engen Gassen und sprachen angeregt mit den Verkäufern über die angebotene Ware – beinahe schon ein Bild, wie man es aus den Ferien im südlichen Europa kennt.

Der Flohmarkt ist ein fester Bestandteil des kulturellen Lebens in der Stadt. Das Besondere daran ist sein Konzept: Um einen Platz als Verkäufer zu ergattern, ist keine Reservation nötig (aber möglich). Ebenfalls gibt es keine fixen Platzzuweisungen und die Preise für einen Platz sind ausserdem sehr günstig. Das alles verleiht dem Markt einen sehr lebhaften, spontanen Charakter, ein liebevolles Durcheinander, in dem jeder seinen kleinen Schatz finden kann.

Ehrenamtlichkeit auch dank des Internets

Seit vier Jahren organisieren Ermin Trevisan und einige seiner Freunde den Flohmarkt. Auch sie gehen mit der Digitalisierung mit. So sagt Trevisan, dass seit zwei Jahren eine Online-Platzreservierung verfügbar ist. «Sie ermöglicht uns erst, die Organisation in unserer Freizeit zu machen. Andernfalls würden wir vor lauter Telefonaten und E-Mails nicht mehr zum Arbeiten kommen», erklärt Trevisan. Der Markt wird ehrenamtlich auf die Beine gestellt, Profit spielt hier keine Rolle. Vielmehr will man sich für ein attraktives Kulturangebot in der Stadt Zug einsetzen.

Die Stände präsentierten sich bezüglich ihres Angebots in einer grossen Diversität: Antike Bücher, altes Geschirr, Vinyl-Platten und CD’s, gebrauchte Kleidung und selbstgemachter Schmuck – wenn man mit genügender Ausdauer suchte, fand man alles Mögliche. Auch Kurioses war zum Verkauf ausgelegt. «Ein Säbel aus der spanischen Marine zu Francos Zeiten», behauptete Richard Heldman stolz, der als Verkäufer vor Ort war, und zeigte die entsprechende Inschrift auf der Klinge. Was er ebenfalls anbot: Antike Bergschuhe, ein altes Samurai-Schwert, einen Schweizer Armeedolch und viele weitere Liebhaberstücke, die auf neue Besitzer warteten. «Oft kaufen sich die Besucher Gegenstände, die sie an etwas erinnern, zum Beispiel an ihre Jugend. Nostalgie ist auf jeden Fall ein wichtiger Bestandteil eines Flohmarkts», weiss Heldman.

In China nicht fündig – aber vor der Haustür

Die Besucher erfreuten sich am grossen Angebot. Und mancher von ihnen machte eine unverhoffte Entdeckung: «Diesen Monat kaufte ich mir einige Teetassen in China, fand jedoch während der ganzen Reise keinen passenden Krug in diesem riesigen Land. Und siehe da, so nah vom eigenen Heim finde ich diesen Teekrug», schilderte etwa Maria Spieler mit sichtlicher Freude an ihrem neuen Geschirrstück. Wie viele andere auch, werde sie sich den Tag des nächsten Flohmarkts in der Zuger Altstadt schon jetzt frei halten.

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