L & G-GEBÄUDE: Hier will die Stadtverwaltung einziehen

Die Stadt will ihre Verwaltung an der Gubel­strasse zentralisieren. Gestern präsentierte sie die Räume den Mitarbeitern. Doch ob sie dort einziehen, ist noch offen.

Drucken
Teilen
Die Räume im L&G-Gebäude werden derzeit noch von der Siemens benutzt. (Bild Christian H. Hildebrand)

Die Räume im L&G-Gebäude werden derzeit noch von der Siemens benutzt. (Bild Christian H. Hildebrand)

st. Im September werden die Stadtzugerinnen und Stadtzuger erneut über das ehemalige L & G-Gebäude abstimmen. In dem Haus an der Gubelstrasse 22 will die Stadt bekanntlich die Verwaltung zentralisieren. Eine Doppelinitiative fordert den Wiederverkauf des Gebäudes sowie den Verbleib der Verwaltung in der Altstadt (wir berichteten).

Um «ein Gefühl für das Gebäude zu bekommen» und um «die Vorfreude etwas zu schüren», lud die Stadt gestern Nachmittag erst Medienvertreter und anschliessend die Mitarbeiter der Stadtverwaltung zu einem Rundgang durch das Gebäude ein. Aktuell werden die Büroräume noch durch Mitarbeiter der Siemens genutzt. Seitens der Stadt habe man die ersten Analysen bezüglich der Nutzung vorgenommen. «Es geht um die Fragen, wer wo angesiedelt werden soll, damit auch Synergien genutzt werden können, und welche Anpassungen dazu vorgenommen werden müssen», sagt Finanzchef Karl Kobelt. Grundsätzlich gebe es zwei Szenarien: eines, bei dem weniger, und eines, bei dem mehr Eingriffe vorgesehen sind. «Bei beiden Szenarien werden die bisher kommunizierten Kosten von 6,5 Millionen Franken für die zentralisierte Verwaltung nicht überschritten», betont Kobelt.

Asbest wird entfernt

Auch hat die Stadt den Zustand des Gebäudes noch ein weiteres Mal geprüft. Vor allem die immer wieder gestellte Frage nach möglichem vorhandenem Asbest sollte laut Kobelt geklärt werden. «Es gibt im ganzen Haus zwei Stellen, an denen nun Arbeiten vorgenommen werden», sagt Jürg Walz, Gebäudebewirtschafter bei der Stadt Zug. Zum einen werden im Untergeschoss Kabelkanäle ausgetauscht. Zum anderen werden an der Hinterseite des Gebäudes einige Platten des Erkerausbaus entfernt. Die Arbeiten werden im Sommer ausgeführt. «Es handelt sich dabei um Arbeiten, die wir nicht machen müssten und für die auch keine mechanischen Beschädigungen nötig sind. Das kann alles einfach abmontiert werden», so Walz. Nach dem Entfernen der Platten und der Kabelkanäle sei das Gebäude dann komplett schadstofffrei, betont Walz. Die Kosten für diese Arbeiten belaufen sich auf 40 000 Franken. Auch das liege in den Schätzungen, es werden laut Kobelt keine Mehrkosten verursacht.

Für die noch freien Flächen im Gebäude, also jene drei oberen Geschosse, die die Stadt nicht für die Verwaltung nutzen wird, gibt es laut Angaben von Laura Guthke, Portfoliomanagerin der Abteilung Immobilien der Stadt Zug, bereits Interessenten: «Wir erhalten immer wieder Anfragen und führen aktuell eine Liste.»

Und warum zeigt die Stadt das Gebäude den Medien und den Mitarbeitern jetzt? Fürchtet man sich vor der Abstimmung am 25. September, und will man so die Werbetrommel für die zentrale Verwaltung rühren? «Nein», sagt Karl Kobelt. Er habe immer Respekt vor Abstimmungen – auch vor dieser. «Aber ich bin vorsichtig optimistisch. Es ist nach wie vor eine gute Investition», so der Finanzchef.